Mittwoch, 21. November 2018
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Post aus der Hauptstadt
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Gerade noch rechtzeitig abgewendet hat die Berliner Politik, dass mitten durch die einst geteilte Stadt wieder eine Mauer gezogen wird. Das umstrittene Kunstprojekt DAU eines russischen Filmemachers wird aus Sicherheitsgründen nicht genehmigt. Und für alle, die so ein Bollwerk in Berlin vermissen: Gedenkorte an die DDR-Grenze gibt es überall in der Stadt. Man muss nur hingehen zur Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße, zu den Wachtürmen oder zur East Side Gallery mit ihrem 1,3 Kilometer langen Mauerstück.

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Jemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen. Und zwar mitten durch die historische Mitte von Berlin will das Kunstprojekt „Dau“ die ehemalige Ost-West-Grenze nachbilden. In einem von einer Berliner Mauer umgrenzten Raum soll mit Filmen und Schikanen von Bewachern, wie man sie aus der Geschichte mit DDR-Grenztruppen kennt, die Zeit der Teilung von Berlin authentisch erlebt werden können. Ist Berlin von allen guten Geistern verlassen, dieses Projekt des russischen Regisseurs Ilya Khrzhanovsky wirklich zu genehmigen?

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Der zweite Schlag gegen die arabische Großfamilie R. innerhalb von fünf Wochen: Am Montag stürmten Spezialeinsatzkräfte Wohnungen und Geschäftsräume der polizeibekannten Familie. An fünf Orten wurden fünf Verdächtige festgenommen. Bei dieser Razzia ging es um den Verdacht des bandenmäßigen Drogenhandels.

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Der Schlag kam überraschend und massiv. Vor einigen Wochen standen 40 Finanzermittler des Berliner Landeskriminalamtes vor den Türen verschiedener Clanmitglieder, durchsuchten zwölf Adressen der Großfamilie R. und beschlagnahmten allein 77 Immobilien mit einem Gesamtwert von rund zehn Millionen Euro. Finanziert wurden diese Objekte zum Großteil aus kriminellen Machenschaften. Es war eine der spektakulärsten Aktionen der Berliner Polizei gegen das organisierte Verbrechen.

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Kennen Sie den schon? Werde jetzt bitte nicht neidisch, aber ich hatte gestern eine verdammt heiße Nacht! " "Dachgeschosswohnung? " "Ja! " Dieser Kalauer kursiert zurzeit in der Hauptstadt, die unter der Hitze furchtbar leidet.

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Jedes Jahr taucht in Berlin pünktlich zu den Sommerferien das gleiche Phänomen auf: Die Stadt wird zwar spürbar leerer, doch im Straßenverkehr geht nichts mehr. Die zu Hause gebliebenen Hauptstädter kennen den Grund seit Jahren: die leidigen Sommerbaustellen. Die Bauverwaltungen nutzen die Urlaubszeit, um sanierungsbedürftige Strecken einigermaßen instandzusetzen.

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Brandenburger Tor, Museumsinsel, Reichstag, Fernsehturm, Berliner Dom oder ein Besuch in der größten europäischen Feinschmeckerabteilung im sechsten Stock des KaDeWe (Kaufhaus des Westens): Das alles wollen Sie sich bei einem Besuch der Hauptstadt anschauen? „Dit kannste aber verjessen“, würde der Berliner Senat darauf antworten. Denn nach dem neuen Tourismuskonzept sollen die Besucher „kiez-basiert“ durch Berlin gesteuert werden. Also Zitadelle Spandau statt Brandenburger Tor und Deutsch-Russisches Museum in Karlshorst statt Museumsinsel in Mitte

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An Hausbesetzer wird sich Hans-Jochen Vogel sicher noch erinnern. 1981 war der inzwischen 92-jährige Sozialdemokrat, der seit 2006 im Seniorenstift Augustinum in München-Großhadern lebt, vier Monate lang Regierender Bürgermeister in Berlin, bevor er bei vorgezogenen Neuwahlen im damaligen West-Berlin gegen den späteren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker verlor.

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Spontan besuchten Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Gattin Elke Büdenbender Israels Geburtstagsparty am 19. April. Im Hotel Maritim feierten 1000 Gäste den 70. Unabhängigkeitstag des Staates. Gekommen war auch Margot Friedländer, die 96-jährige Holocaust-Überlebende und künftige Ehrenbürgerin von Berlin. Sie spricht regelmäßig vor Schulklassen. Das sei gerade „jetzt besonders wichtig“.

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Die wichtigsten Probleme in Berlin sind zurzeit Wohnungen, Wildschweine und Diplomaten. Die Verkehrsmoral der Abgesandten anderer Länder kann man täglich in der Hauptstadt beobachten. Sie parken illegal, fahren rücksichtslos, manchmal auch betrunken. Kein tödlicher Unfall regte Berlin mehr auf als dieser im vergangenen Juni: Ein saudischer Diplomat riss die Tür seines im absoluten Halteverbot geparkten Porsches auf, ein Radfahrer fuhr hinein, stürzte und starb.