Kreisklasse 2 Donau/Isar

Münchsmünster überrascht zum Auftakt

Aufsteiger bezwingt favorisierten Türk. SV Pfaffenhofen – Wolnzach enttäuscht

08.08.2022 | Stand 08.08.2022, 16:58 Uhr

Freudentaumel beim Doppel-Torschützen: Uttenhofens Giuseppe Lapalucci (links) bejubelt seine Tore gegen Zuchering. Teamkollege Leon Lorenz (rechts) eilt ihm nach. Foto: Stolle

Pfaffenhofen – Direkt am 1. Spieltag hat der BC Uttenhofen gezeigt, dass mit ihm in dieser Saison in der Kreisklasse 2 zu rechnen ist. Das Team von Claudio Maritato gewann beim Vorjahresvierten SV Zuchering mit 3:2. Ernüchternd verlief der Auftakt in die neue Spielzeit unter anderem für den Türkischen SV Pfaffenhofen und den TSV Wolnzach.

FSV Pfaffenhofen II - SV Karlskron 0:3 (0:1): Beide Trainer waren sich einig, dass das Ergebnis in Ordnung geht. „Karlskron ist eine erfahrene Mannschaft, da konnten wir heute keine Mittel finden, klare Chancen heraus zu spielen“, urteilte FSV-Trainer Heiko Juhra. Sein Team sei über weite Strecken zu langsam und vom Kopf her nicht wach genug gewesen. Es gelte nun, die Fehler schnell abzustellen. Sein Gegenüber Christopher Haas erwischte bei seinem neuen Team einen Einstand nach Maß. Er brachte Karlskron nach fünf Minuten in Führung, als er eine Flanke von Daniel Mayer einköpfte und gab per Querpass die Vorarbeit zum 0:2 durch Daniel Reitberger (57.). Rudi Tkac vollendete schließlich in der 69. Minute einen Konter zum 0:3-Endstand. Haas freute sich, dass sein Team wenig zugelassen und zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht habe.
FC Tegernbach - SpVgg Langenbruck 3:0 (2:0): Tegernbachs neuer Spielertrainer Oguzhan Halici war sehr angetan vom Auftakt seiner Elf: „Es war ein souveräner Auftritt. Wir sind hinten gut gestanden und vorne gegen einen sehr defensiven Gegner zu unseren Chancen gekommen“, berichtete er. Thomas Mair nutzte nach einer halben Stunde eine Ecke von Niklas Ipfelkofer zum 1:0. Kurz vor der Pause konnte Langenbrucks Torwart einen Freistoß von Korbinian Kienberger nicht festhalten und Stefan Mair staubte ab. Den Schlusspunkt zum 3:0 setzte Thomas Schneider nach einem schönen Spielzug (78.). Langenbrucks Spielertrainer Matthias Zimmermann konnte wegen Urlaub, Krankheit und Verletzungen nur auf vier Spieler seines Kaders zurückgreifen und sprach dementsprechend von Schadensbegrenzung: „Dem Team, das gespielt hat, kann und will ich keinen Vorwurf machen, die Spieler haben es im Rahmen ihrer Möglichkeiten gut umgesetzt“, so Zimmermann. In Langenbruck hofft man nun auf Rückkehrer.

FC Geisenfeld - ST Scheyern 0:2 (0:0): In einem recht ausgeglichenen, chancenarmen Spiel zweier ersatzgeschwächter Teams brachte ein Eigentor die Vorentscheidung: Nach einem langen Freistoß von Lukas Berger traf Simon Kirmaier in der 51. Minute aus dem Getümmel ins eigene Netz. Felix Grüger machte in der 88. Minute gegen zehn Geisenfelder nach einem Konter den Deckel drauf. Stefan Krnjaic hatte nach 81 Minuten Rot gesehen, acht Minuten später folgte ihm sein Bruder Filip mit Gelb-Rot. Kilian Thunig hatte in der 68. Minute den Ausgleich auf dem Fuß, schoss aber knapp am langen Eck vorbei. „Scheyern war den Tick cleverer und organisierter und hatte mehr Abschlüsse, der Sieg geht in Ordnung“, urteilte Geisenfelds Sprecher Matthias Gabler. Scheyerns Trainer Mathias Hoiß stufte den Sieg ebenfalls als verdient ein, die Gastgeber hätten es seinem Team aber schwer gemacht. „Wir haben sehr wenig zugelassen und das Führungstor hat uns natürlich in die Karten gespielt.“
BC Uttenhofen - SV Zuchering 3:2 (2:1): Uttenhofens Spielertrainer Claudio Maritato berichtete von sechs bis acht richtig guten Chancen seines Teams in der ersten Halbzeit, von denen zwei genutzt wurden. Giuseppe Lapalucci köpfte eine Flanke von Leon Lorenz aus dem Halbfeld ein (22.), Maritato selbst wurde erneut von Lorenz steil geschickt und vollstreckte zum 2:0 (32.). Das 3:1 in der 75. Minute ging erneut auf das Konto von Lapalucci. Für Maritato war es ein verdienter Sieg, Uttenhofen überstand in der zweiten Halbzeit auch zehn Minuten Unterzahl. Zuchering schaffte durch Yannick Stibbe nach einer Ecke (45.) und nach einer Flanke (77.) zwei mal den Anschluss, zum Ausgleich reichte es jedoch nicht. Spielertrainer Stefan Hoffmann sprach von einem gebrauchten Tag, an dem sein Team nie ins Spiel gefunden habe. „Aufgrund der letzten Vorbereitungsspiele hatten wir uns mehr vorgenommen.“
TV Münchsmünster - Türk. SV Pfaffenhofen 2:0 (1:0): Aufsteiger Münchsmünster stellte sich gleich mit einem Sieg in der Kreisklasse vor. „Die Intensität und Qualität ist natürlich höher, aber wir haben gleich Fuß gefasst“, freute sich Trainer Andreas Müller. Er selbst erzielte in der 31. Minute aus 22 Metern die Führung, der Ball schlug rechts neben dem Pfosten ein. In der 83. Minute legte Maximilian Anthofer das 2:0 nach, sein Schuss rutschte Aushilfstorwart Abdulhamit Zorlu durch die Hosenträger. „Gegen den Ball war das sehr gut, die Chancenverwertung muss aber besser werden“, ergänzte Müller. Pfaffenhofens Abteilungsleiter Enes Bilaloglu fasste es kurz und bündig zusammen: „Münchsmünster war giftiger und wollte den Sieg einfach mehr. Wir waren immer einen Schritt zu spät, die Niederlage ist verdient.“ Die im August beim Türk. SV traditionell schwierige Personalsituation wollte er nicht als Entschuldigung gelten lassen.
SV Karlshuld - TSV Lichtenau 3:3 (1:2): Vor 250 Zuschauern ging Lichtenau zunächst durch Marco Lustig (12.) und Lorenz Schweiger (43.) mit 0:2 in Führung, ehe Armin Bortenschlager im Gegenzug von Hannes Knöferl von der linken Seite bedient wurde und im Strafraum nur noch einschieben musste. Alen Hadzic per Kopf (50.) nach langem Ball von Berchermeier und Jeton Jashari (87.) mit strammem Distanzschuss drehten die Partie auf 3:2 für Karlshuld, ehe Boris Manko in der 89. Minute den Ausgleich erzielte. Karlshulds Dominik Berchermeier war zwar etwas enttäuscht, dass sein Team doch noch den späten Ausgleich kassierte, zeigte sich aber durchaus zufrieden mit dem Ergebnis. Lichtenaus Spielertrainer Bastian Wagner war mit der ersten Halbzeit und dem späten Ausgleich zufrieden, nach dem Anschlusstreffer sei bei seinem Team aber der Faden gerissen.
TSV Wolnzach - FC Schweitenkirchen 0:3 (0:2): „Das war ein sehr schwacher Auftritt ohne Leidenschaft und wir waren auch vom Kopf her nicht da. So kann man keine Spiele gewinnen“, stellte Wolnzachs Trainer Florian Flicker nüchtern fest. Für ihn war der Gegner an diesem Tag auch keinesfalls übermächtig. Sein Team geriet schon nach neun Minuten auf die Verliererstraße, als Benedikt Solleder eine Ecke von Sebastian Bauer ins eigene Tor bugsierte. In der 38. Minute war Bauer selbst der Torschütze zum 0:2, Stefan Zehentmeier hatte den Ball schön in die Gasse gespielt und er behielt vor dem Tor die Nerven. Eine Minute vor Schluss traf Daniel Lutz bei einem Konter zum 0:3 in den Winkel. Der Zeitpunkt des Treffers war auch der einzige Kritikpunkt für Schweitenkirchens Sportlichen Leiter Baris Basaran: „Der Sieg war verdient, wir haben es nur verpasst, das dritte Tor frühzeitig zu machen.“

gam