Bezirksliga Obb. Nord
Spektakuläre Last-Minute Entscheidung im Gaimersheim-Spiel – Manching gegen Freising effektiv

10.03.2024 | Stand 10.03.2024, 21:52 Uhr |

Hatte das letzte Wort: Manchings Sebastian Graßl erzielte gegen Freising (hier mit Jozo Bobonja, links) den 3:0-Endstand. Foto: Meyer

Erfolgreiches Wochenende – sowohl für den SV Manching als auch für den TSV Gaimersheim in der Bezirksliga Oberbayern Nord: Während der SVM den Drittplatzierten SC Eintracht Freising deutlich mit 3:0 (1:0) bezwang, siegten die Gaimersheimer beim BC Attaching dank eines Treffers in der vierten Minute der Nachspielzeit mit 3:2 (2:0).

SV Manching - SC Eintracht Freising 3:0 (1:0): Der Tabellenführer begann vor 120 Zuschauern mit viel Wucht und wollte den Freisingern mit Offensivpressing sofort zeigen, wer der Herr im Haus ist. Allerdings gab es in der siebten Minute erst mal einen kleinen Dämpfer, als Luca Oehler nach einem „Pferdekuss“ ausgewechselt werden musste. Doch nur eine Zeigerumdrehung später machte Abdel Abou-Khalil da weiter, womit er in der vergangenen Woche aufgehört hatte. Der 32-jährige Angreifer zeigte sich nach seinem Viererpack erneut in Torlaune und traf nach einer Standardsituation zum 1:0 (8. Minute). Derselbe Akteur scheiterte wenig später am Pfosten, und auf der Gegenseite lenkte SVM-Keeper Thomas Obermeier einen Schuss von Jozo Bobonja mit einer starken Parade gerade noch an den Querbalken. Die Schützlinge von Serkan Demir entfalteten gegen den Tabellendritten aus Freising auch im zweiten Durchgang zunächst viel Druck, hatten dann aber zwischen der 50. und 65. Minute einen Durchhänger. „Da haben wir keinen Zugriff auf die Partie gefunden. Wir wussten aber, dass Freising nach dem 0:1-Rückstand etwas tun muss, und dass für uns deshalb Räume hinter der Kette entstehen würden“, sagte der SVM-Coach und ergänzte: „Letztendlich ist es auch genauso gekommen.“ Denn sowohl in der 68., als auch in der 70. Minute führten zwei einstudierte Spielzüge zu den Treffern zwei und drei der Manchinger. Beide Male war der Ball in die Tiefe auf Fabian Neumayer gespielt worden, der passte von der Grundlinie nach innen und erst Rainer Meisinger (2:0) und dann Sebastian Graßl (3:0) dankbare Abnehmer waren. Nach dem verdienten Sieg – es war bereits der 16. der laufenden Saison – gab es Entwarnung bei Stefan Müller, der Mitte der zweiten Halbzeit wegen starkem Nasenbluten ausgewechselt werden musste. „Es ist zum Glück nichts gebrochen“, berichtete Demir und lobte die Leistung des gesamten Teams.
SV Manching: Obermeier, Oehler (7. Öxler), Eberwein, Müller (65. Da Silva Wiedl), Meisinger, Neumayer (81. Berger), Graßl, Posselt, Abou-Khalil (78. Schweiger), Schröder, Spies (73. Seferovic).
Tore: 1:0 Abou-Khalil (8.), 2:0 Meisinger (68.), 3:0 Graßl (70.). – Schiedsrichter: Zimmer (SC Inhauser Moos). – Zuschauer: 120.

Beinahe hätten die Gäste einen schon sicher geglaubten Auswärtssieg nach einer verdienten 2:0-Pausenführung noch hergeschenkt. Aber nur beinahe. Denn Trainer Manfred Kroll gab sich nach dem späten 2:2-Ausgleichstreffer keinesfalls mit dem einen Punkt zufrieden, sondern wechselte in der 87. Minute zweimal offensiv, „um neue Impulse zu setzen, denn der eine Punkt wäre mir sowas von egal gewesen. Ich war über das Unentschieden sehr verärgert und wollte unbedingt gewinnen“, erklärte er Coach. Zwar ließ zunächst Denis Janjic (90.) den Siegtreffer liegen, dieser gelang vier Zeigerumdrehungen später aber Zoltan Vati – und mit dem 3:2 sorgte der 40-jährige Routinier für Ekstase bei den mitgereisten Fans. „Das war die letzte Aktion des Spiels und es war der Galligkeit von Zoltan zu verdanken, dass er dieses Tor unbedingt erzielen wollte“, sagte Kroll, der ein glückliches Händchen bewiesen hatte, als er Vati den Vorzug vor Lucas Götz gab. Auf dem kaum zu bespielenden Rasen (Kroll: „Der Platz war eine Katastrophe“) war Gaimersheim durch zwei fast identische Tore von Gabriel Weiß (14. und 31.), als er jeweils einen Pressschlag mit BCA-Keeper Hans Gamperl erzwang, mit 2:0 in Führung gegangen. „Die Halbzeitführung war absolut verdient. Allerdings haben wir im zweiten Abschnitt aus unerklärlichen Gründen den Faden verloren. Vom Gegner war auch lange Zeit kein Aufbäumen erkennbar“, beschrieb Kroll. Ein unberechtigter Elfmeter, verwandelt von Manuel Thalhammer (73.), brachte dann zurück ins Spiel. Und trotz Überzahl – Mirnes Gurbeta hatte in der 65. Minute die Rote Karte gesehen – musste der TSV vier Minuten vor dem regulären Ende der Spielzeit durch Imouroine Ouro-Agouda den Ausgleich hinnehmen. Dann schlug noch einmal die Stunde von Zoltan Vati.

DK


TSV Gaimersheim: Leixner, Hüttinger, Anikin (87. Hoti), Vati, Keilwerth, Graßl, Nechita, Düzgün (75. Burgfeld), Schreiner (87. Janjic), Weiß, Bittlmayer (62. von Swiontek Brzezinski).
Tore: 0:1 Weiß (14.), 0:2 Weiß (31.), 1:2 Thalhammer (73.), 2:2 Ouro-Agouda (86.), 2:3 Vati (90.+4). – Zehn-Minuten-Strafe: Düzgün (Gaimersheim, 65.). – Rote Karte: Gurbeta (Attaching, 69.). – Schiedsrichter: Eberhardt (TSV Moosach). – Zuschauer: 130.