Basketball, Bayernliga Südwest

Luft wird immer dünner

Green Devils Schrobenhausen nach 86:99 gegen TSV Jahn Freising mehr denn je unter Zugzwang

23.01.2023 | Stand 23.01.2023, 16:15 Uhr

Kein Vorbeikommen: Claus-Jürgen Ludwig (Mitte) und seine Green Devils Schrobenhausen starteten mit einer Heimniederlage in das neue Kalenderjahr. Foto: R. Koller

Von Matthias Vogt

Schrobenhausen – Gegen den Tabellendritten kann man verlieren, keine Frage. Und trotzdem war die 86:99-Heimniederlage gegen den TSV Jahn Freising im ersten Punktspiel 2023 ein erster kleiner Dämpfer für die Green Devils. Geht auch das Heimspiel am kommenden Freitagabend (20 Uhr) gegen den VSC Donauwörth verloren, dann wird die Luft für die Schrobenhausener im Abstiegskampf der Bayernliga Südwest gleich zu Beginn des neuen Basketballjahrs dünner.
Einen Hauch von Aufbruchsstimmung hatte Coach Florian Breitkreutz vor dem ersten Match 2023 innerhalb seines Teams gespürt. Der ist jetzt zwar nicht gleich wieder verflogen – aber sollte es auch in ein paar Tagen, gegen einen direkten Konkurrenten aus der unteren Tabellenhälfte, schiefgehen, „dann wäre der kleine Schwung, der während der Pause entstanden ist, schon wieder ein wenig raus“, befürchtet der Cheftrainer. Sicher, der VSC Donauwörth sei wohl schwächer einzuschätzen als der TSV Jahn Freising – davon hatte sich der Schrobenhausener Coach beim Freisinger 73:49-Sieg gegen die Donauwörther Mannschaft vor eineinhalb Wochen selbst als Beobachter überzeugt. Doch zum einen werde es am Freitag eine ganz andere Art von Match – „und außerdem müssen wir ja erst einmal selbst unsere Leistung bringen“, betont der 37-Jährige vor dem immens wichtigen Heimspiel Nummer zwei in dieser Woche.
Die war nun gegen die favorisierten Freisinger – die wegen einer eigenen Trikotpanne kurioserweise in den grünen Green-Devils-Auswärtstrikots auflaufen mussten – zumindest offensiv gar nicht so schlecht. Vor allem bis zur Halbzeitpause war dies der Fall, als die Gastgeber beim 49:54 noch ganz gut im Rennen lagen. Insgesamt 86 eigene Punkte seien dann auch okay, wenngleich Breitkreutz die vielen unnötigen Fehler seines Teams schon ärgern. Vor allem die teilweise lustlos wirkenden Fehlpässe taten dies, die der Coach jedoch nicht als solche werten möchte. An der Lust oder der Motivation habe es nämlich seiner Ansicht nach bestimmt nicht gelegen. „Vielleicht ist es eher so, dass wir unbewusst nicht bei allen Aktionen dieselbe Konzentration und denselben Fokus haben“, vermutet er.

In Summe seien es also „ein paar Fehler zu viel“ gewesen, beschreibt der 37-Jährige. Dazu kam die körperliche Überlegenheit der Freisinger unter den Körben. „Wenn du dann 99 Punkte kassierst, wird es natürlich schwer, ein solches Match zu gewinnen“, sagt Breitkreutz. Vor allem im dritten Viertel, das die Green Devils mit 15:28 verloren, verspielten sie eine gute Ausgangsposition für den Schlussabschnitt und damit auch die Chance, mit einem Überraschungssieg Boden auf die anderen Konkurrenten gutzumachen.
Zum Beispiel eben auf den VSC Donauwörth, der mit einer 4:7-Bilanz einen Platz vor den Schrobenhausenern (2:8) steht – und den sie nun, am kommenden Freitag, anders als im Hinspiel (73:78-Niederlage) besiegen möchten. Breitkreutz hofft dann auch wieder auf mehr Fanunterstützung als bei den vergangenen beiden Heimpartien. „Vielleicht tut dieser außergewöhnliche Termin ja mal ganz gut und lockt wieder ein paar Zuschauer mehr in die Halle“, sagt er. Die Green Devils können derzeit jede Unterstützung gebrauchen, um doch noch mit viel Schwung in die zweite Saisonhälfte zu starten.
Das gegen den TSV Jahn Freising unterlegene Green-Devils-Team: Ralf Bernitt (4 Punkte), Josef Eiglmeier (2), Simon Ettenreich (8), Peter Falk (11), Sebastian Huber, Johannes Keil (15), Sebastian Kramer (10), Claus-Jürgen Ludwig (29), Moritz Schäfer, Martin Steiner (4), Felix Trübswetter (3) und Moritz Weidner.

SZ