2. Bundesliga - FCI-Frauen
Harmloser FC Ingolstadt unterliegt zum Rückrunden-Auftakt bei der U20 der TSG Hoffenheim

FCI-Frauen unterliegen zum Rückrunden-Auftakt in der 2. Bundesliga mit 0:3 bei der U 20 der TSG Hoffenheim

26.02.2023 | Stand 17.09.2023, 2:03 Uhr |
Sabine Kaczynski

Nina Penzkofer (links, hier gegen Bayern München II) war für die FCI-Frauen bei der U20 der TSG Hoffenheim zumindest an den wenigen gefährlichen Offensivaktionen beteiligt. Foto: Imago Images

Ingolstadt – Mit einer etwas zu deutlichen Niederlage sind die Fußballerinnen des FC Ingolstadt am Sonntag in die Rückrunde der 2. Frauen-Fußballbundesliga gestartet. Das Team von Trainer Miren Catovic unterlag bei der U20 der TSG Hoffenheim mit 0:3 und verpasste damit den Sprung ans rettende Ufer.

Nach einem ordentlichen Einstieg in die Partie zeigten die Schanzerinnen nach dem ersten Gegentreffer zu wenig: Lauffreudigkeit, Einsatzwille und das Bemühen, die Strategie des Trainers umzusetzen reichen bei gleichzeitig ungenauem Passspiel, fehlendem Durchsetzungsvermögen sowie zu wenig Entschlossenheit vor dem Tor für das Niveau der Liga derzeit nicht aus. Für Catovic bleibt viel Arbeit auf dem Weg zum Klassenerhalt.

In den Anfangsminuten waren die FCI-Frauen durchaus auf Augenhöhe mit dem Tabellensechsten, dem dennoch die erste Möglichkeit nach einer Ecke gehörte, doch FCI-Keeperin Franziska Maier war auf dem Posten. Eine Minute später profitierte Alina Mailbeck von einem Patzer in der Hoffenheimer Abwehr, scheiterte jedoch an der TSG-Schlussfrau. Drei Minuten später zwang Nina Penzkofer die weit aus ihrem Kasten gelaufene Hoffenheimer Torhüterin zu einem Fehlpass, den anschließenden Abschluss konnte die Ingolstädterin jedoch nicht im Tor unterbringen. Dann waren wieder die Gastgeberinnen dran: Mara Alber wurde mit einem langen Pass freigespielt, doch Maier parierte gut (12.). Nach dem munteren Auftakt verflachte die Partie ab der 20. Minute. Hoffenheim erarbeitete sich zwar einige Chancen nach Eckbällen, doch noch konnte die Schanzer Hintermannschaft die Gefahr entschärfen. Immer deutlicher dominierten die Gastgeberinnen nun, Ingolstadt verlegte sich aufs Kontern. Die FCI-Frauen fingen zwar immer wieder Bälle ab, leisteten sich aber zu viele Fehlpässe und konnten darum keine Chancen kreieren. Anders die Hoffenheimerinnen: Nach einer Flanke von der rechten Seite versenkte Alber die Kugel zum 1:0 (33.). Vier Minuten später hatte der FCI nach einer Hereingabe von Rebecca Villena die Möglichkeit zum 1:1, doch Mailbeck scheiterte an der Hoffenheimer Keeperin. Auch die Gastgeberinnen hatten noch eine Möglichkeit durch Anouk Blaschka, die aus der Distanz verzog (39.). Da auch Anna Petz‘ Versuch zu harmlos war, blieb es bei der 1:0-Führung für die TSG zum Pausenpfiff. „Uns haben Aggressivität und Zugriff gefehlt und wir haben Hoffenheim zu viel Platz und Zeit gegeben“, sagte Catovic zur Halbzeit.

Im zweiten Durchgang sah man ein unverändertes Bild. Die Hoffenheimerinnen machten das Spiel, die Gäste waren bemüht, agierten in der Offensive aber weiter zu ungenau. Die TSG dagegen prüfte nach schönem Doppelpass FCI-Keeperin Maier, die den Abschluss gerade noch zur Ecke klären konnte (54.). Fünf Minuten später hatten die Schanzerinnen die Möglichkeit zum Ausgleich durch Mailbeck, die Torhüterin Laura Johanna Dick zwang, sich ganz lang zu machen. Catovic brachte mit Loreta Lulaj und Leni Fohrer frische Kräfte, doch den nächsten Treffer erzielten die Gastgeberinnen: Nach einer Flanke erhöhte Blaschka per Kopf auf 2:0 (72.). In der 77. Minute folgte einer der wenigen entschlossenen Spielzüge der FCI-Frauen: Mailbeck eroberte den Ball und legte ab auf Nina Penzkofer, die sich durchsetzte, dann aber per Foul gestoppt wurde. Den fälligen Freistoß trat Lulaj, doch weder Lisa Ebert, noch Rebecca Villena konnten die Kugel im Tor unterbringen. In der 88. Minute machten die Hoffenheimer mit einem kuriosen Treffer den Sack schließlich zu: Nach einer Berührung von Petz im Strafraum ging Alber zu Boden, doch während Petz sich auf die Schiedsrichterin konzentrierte, stand Alber hinter ihrem Rücken auf, flankte und Nadine Bitzer erzielte per Kopf den 3:0-Endstand. „Einsatz, Leidenschaft und Kampfeswille waren da – aber wenn man die Tore nicht erzielt, ist es schwierig. Wir haben viele Zweikämpfe verloren und waren im Ballbesitz zu unruhig. Ab und zu sind wir zudem zu brav. Aber ich weiß, wie wir trainieren, nun müssen wir unser Potenzial auf den Platz bringen“, forderte Catovic.

ska


FC Ingolstadt 04: Maier – Dengscherz, Ebert, Fritz, Petz – Wolski (65. Lulaj), Stiglmair – Villena (82. Schmittmann), Mailbeck, Vidovic (65. Fohrer) - Penzkofer. – Tore: 1:0 Mara Alber (33.), 2:0 Anouk Blaschka (72.), 3:0 Nadine Bitzer (88.).