Laut Bundesregierung
Renten werden bis 2037 um knapp 43 Prozent wachsen, Beiträge sollen steigen

23.11.2023 | Stand 28.11.2023, 6:12 Uhr |

Das Sicherungsniveau vor Steuern liegt dem Bericht zufolge aktuell bei rund 48,2 Prozent des Durchschnittsentgelts und soll auch bis zum Jahr 2024 knapp oberhalb von 48 Prozent bleiben.  − Symbolbild: Imago

Bis zum Jahr 2037 wird sich laut Bundesregierung der Rentenanstieg damit auf knapp 43 Prozent im Vergleich zum aktuellen Stand summieren. Der Beitragssatz soll demnach bis zum Jahr 2027 stabil bei 18,6 Prozent bleiben, bis 2037 soll er auf 21,1 Prozent ansteigen.



Lesen Sie dazu auch: Über 2000 Euro Rente im Alter: Wie viel Gehalt muss man dafür verdienen?

So heißt es in dem neuen Rentenversicherungsbericht des Bundessozialministeriums, den das Bundeskabinett am Mittwoch beschloss. Die Bundesregierung ist per Gesetz verpflichtet, mit dem Rentenversicherungsbericht jedes Jahr im November über die Entwicklung der gesetzlichen Rentenversicherung zu informieren. Der Bericht soll die kurz- und längerfristige Entwicklung der Rentenfinanzen aufzeigen.

Bisher war bekannt, dass für kommenden Juli mit einer Rentensteigerung von bundesweit rund 3,5 Prozent gerechnet wird. Als Kerndaten nennt der Rentenversicherungsbericht, dass für Ende 2023 eine Reserve in der Rentenkasse von rund 44,5 Milliarden Euro erwartet wird.



Lesen Sie dazu auch: Durchschnittsrente in Österreich ist um 400 Euro höher als in Deutschland – Linke fordert Reform

Sicherungsniveau vor Steuern bei 48,2 Prozent des Durchschnittsentgelts



Das Sicherungsniveau vor Steuern liegt dem Bericht zufolge aktuell bei rund 48,2 Prozent des Durchschnittsentgelts und soll auch bis zum Jahr 2024 knapp oberhalb von 48 Prozent bleiben. Die im Koalitionsvertrag vereinbarte dauerhafte Stabilisierung des Rentenniveaus bei 48 Prozent und der Einstieg in die teilweise Kapitaldeckung zur Dämpfung der Beitragssatzentwicklung werden in einem weiteren Gesetzgebungsverfahren beschlossen, wie das Sozialministerium mitteilte.



In den Zahlen seien Planungen zu einer angekündigten Rentenreform noch nicht berücksichtigt, sagte ein Sprecher des Arbeitsministeriums.

− AFP/dpa/che