Kriminalstatistik
Deutlich mehr Unfälle: 2022 krachte es in Berg häufiger als im Vorjahr

31.05.2023 | Stand 16.09.2023, 21:10 Uhr |
Hans Stepper

Auf der Autobahn A3, die sich durch das Berger Gemeindegebiet schlängelt, ereignen sich alljährlich viele Unfälle. Foto: Hans Stepper

Von Hans Stepper

Berg. Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung ist Bürgermeister Peter Bergler auf die Kriminalstatistik für 2022 eingegangen, die der Neumarkter Polizeichef Wolfgang Schüler einige Tage zuvor im Rathaus präsentiert hatte.

Die Statistik aller Straftaten – ohne Verkehrsunfälle beziehungsweise Verkehrsstraftaten – stieg im vergangenen Jahr in der Gemeinde Berg von 165 auf 188 an. Zurück ging dagegen die Aufklärungsquote von 65,5 auf 56,9 Prozent. Die Gewaltkriminalität – gefährliche und schwere Körperverletzung – steigerte sich um 50 Prozent von fünf auf zehn Delikte.

Polizei verzeichnete 2022 weniger Drogen-Delikte in der Gemeinde Berg



Erfreulich war für den Bürgermeister, dass die Straßenkriminalität gegenüber dem Vorjahr von 20 auf 19 Straftaten leicht zurückgegangen ist. Nicht gerade glücklich waren der Rathauschef und das Ratsgremium über den Anstieg von Diebstählen von 23 auf 34 Straftaten. Gesunken sind auch die Zahlen bei der Rauschgift-Kriminalität. Wurden 2021 noch 16 Drogen-Delikte festgestellt, waren es insgesamt 13. Die Aufklärungsquote betrug hier 92,3 Prozent.

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Die Waage hielten sich die Sachbeschädigungen gegenüber 2021. Einen Ausreißer gab es in der Unfall-Entwicklung. Die vielen Verkehrsunfälle – deutlicher Anstieg von 160 auf 210 Verkehrsunfälle – auf der vielbefahrenen Staatsstraße 2240, auf den Kreisstraßen NM 8 und 9 sowie auf der vorbeiführenden Autobahn A3 waren zumeist zurückzuführen auf menschliches Versagen und Unachtsamkeiten. Insgesamt wurden dabei 34 Personen leicht und schwer verletzt. „Im Landkreis und in unserer Berger Kommune lebt es sich noch sehr sicher“, bilanzierte Bergler.

Arbeiten für Neubau und Sanierung des Rathauses II vergeben



Bernhard Birgmeier, Leiter des gemeindlichen Bauamtes, ging auf die Vergaben von Gewerken für den Neubau und die Sanierung des Rathauses II ein. Nach Vergabe aller bisherigen Gewerke (86,02 Prozent) liegt die Summe bei 3,592 Millionen Euro und damit 452384 Euro (14,41 Prozent) über der Kostenberechnung von 3,090 Millionen Euro.

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Bei der zweiten Submission im März erhielt die Firma Dura aus Wendelstein den Zuschlag für die Stahl- und Glastüren zum Angebotspreis von 38150 Euro. Die heimische Firma Mraz wird die Stahl- und Glasgeländer sowie die Spindeltreppe liefern und einbauen für 47094 Euro. Für die Ausführung der Innenputzarbeiten wurde die Firma Schulheiss aus Nürnberg beauftragt. Die Angebotssumme lag bei 25602 Euro.

Den Zuschlag für die Malerarbeiten erhielt die Firma Rieger aus Neumarkt (46426 Euro) Für die Parkettarbeiten müssen aus dem Gemeindesäckel 15177 Euro an die Firma Membe in Bad Mergentheim bezahlt werden. Für der PV-Anlage (Kostenberechnung: 56989 Euro) und die Natursteinarbeiten (31808 Euro) wurde die Verwaltung für die Vergabe ermächtigt.

Bürgermeister Bergler: Suche nach Jugendpfleger gestaltet sich schwierig



Bürgermeister Bergler informierte die Gemeinderäte darüber, dass die Ausschreibung für die Pumptrack- und Dirt-Bike-Anlage Mitte Juli erfolgen werde. Bergler ging auch auf das Thema Jugendpfleger ein und wies darauf hin, dass es derzeit schwierig sei, eine solche kompetente Person mit anderen Kommunen gemeinsam zu finden. „In Berg sind wir aber gut aufgestellt und die Jugendarbeit funktioniert bei uns bestens durch die Vereine und Gruppen.“

Stefan Haas, Vertreter von Bündnis 90/Die Grünen, wies auf die schwierige Radwege-Anbindung beim Netto-Markt in der Neumarkter Straße hin. Hier müsse etwas unternommen werden. Thomas Frauenknecht, CSU-Gemeinderat und Schulrektor, sprach die schwierige Unterbringung der Turnhallen-Bestuhlung, des von der Kommune angekauften Schutzbodens und der Bühne für Veranstaltungen sowie der Utensilien für die sportlichen Schulevents an. Zum Schluss kritisierte Ratsherr Alois Braun den derzeit schlechten Zustand des Sophie-Scholl-Parks.