Neuburg
Die Junge Oper Neuburg spielt die „Lustige Witwe“ von Franz Léhar

14.03.2023 | Stand 17.09.2023, 1:03 Uhr |

Franz Garlik als Graf Danilo in der Inszenierung der „Lustigen Witwe“ der Jungen Oper Neuburg. Foto: Junge Oper

Die Junge Oper Neuburg bietet wieder einen besonderen Musikgenuss. Am kommenden Samstag und Sonntag, 18. und 19. März, wird im Stadttheater die „Lustige Witwe“ von Franz Léhar aufgeführt.

Schon seit Wochen hat die Truppe rund um Franz Garlik und Lauren Francis intensiv geprobt. Zwei- bis dreimal in der Woche treffen sich die Sängerinnen und Sänger in unterschiedlicher Besetzung. „Es läuft sehr gut“, betont Regisseur Garlik, der auch die männliche Hauptrolle singen wird. „Das wird ein richtiges Highlight.“

Rund 80 Prozent der Sänger und Darsteller kommen aus Neuburg und der Umgebung. Bis auf die Opernsänger Lauren Francis und Franz Garlik sind alle Laien. Ein professionelles Orchester hat die Musik der Operette eingespielt, bei den beiden Aufführungen im Stadttheater, die mit einer Pause rund zwei Stunden dauern, wird sie vom Band kommen. Mit dabei ist auch die Ballettschule Haas.

Erfolgreiche Operette



„Die lustige Witwe“ ist die erfolgreichste und bekannteste Operette von Franz Lehár. Die Handlung: In Paris soll das Vermögen der pontevedrinischen Witwe Hanna für das bankrotte Heimatland gesichert werden. Mit einer dem Staatswohl dienenden Heirat derselben wird der Gesandtschaftssekretär Baron Mirko Zeta beauftragt. Sein größtes Problem, er liebt sie selbst. Graf Danilo war es einst aus familiären Gründen nicht erlaubt, Hanna, ein Mädchen vom Land, zu heiraten.

Während er nach diesem Heiratsverbot seine Sorgen im Maxim zu vergessen versucht, ehelicht Hanna einen reichen Bankier, der aber schon in der Hochzeitsnacht stirbt. Auf dem Ball der pontevedrinischen Botschaft in Paris treffen beide wieder aufeinander. Jetzt ist Hanna eine reiche Witwe, und jeder Mann will sie heiraten. Auch Danilos Liebe zu Hanna entflammt neu, er traut sich aber nicht, ihr zu gestehen, dass er sie liebt, aus Angst, man würde ihm ebenfalls vorwerfen, nur an ihrem Geld interessiert zu sein. Erst als Hanna vorgibt, kein Geld mehr zu haben, können sich beide in die Arme fallen.

Moderne Inszenierung



Die Inszenierung von Franz Garlik ist eine Hommage an die traditionellen Versionen des letzten Jahrhunderts, aber mit einem modernen Esprit und einer Jugendlichkeit, die die Operette aktuell werden lässt. Das zeigt sich auch an den Kostümen. „Wir haben uns auf die 50er Jahre festgelegt“, erzählt Garlik. Ein Teil der Kostüme wurde vom Theater Ingolstadt ausgeliehen.

Die Aufführungen finden am kommenden Samstag, 18. März, um 19 Uhr und am kommenden Sonntag, 19. März, um 17 Uhr statt. Eintrittskarten gibt es bei der Tourist-Info der Stadt Neuburg, Telefonnummer (08431) 55400 zum Preis zwischen sieben und 32 Euro.

DK