Riedenburg

Technik für den Weltmarkt aus Haidhof

Riedenburger CSU besichtigt die Firma Schmitzer – Unternehmen plant Erweiterung

20.06.2022 | Stand 20.06.2022, 17:34 Uhr
Luis Kapp

Die Riedenburger CSU besichtigte die Firma Schmitzer. Seniorchef Josef Baumann (Mitte) führte durch den Betrieb, mit dabei waren die Chefs Josef und Rainer Baumann (links). Foto: Erl

Haidhof – Der Ortsverband der CSU Riedenburg hat wieder ein Unternehmergespräch organisiert. Diesmal trafen sich gut 20 Teilnehmer, unter ihnen Landrat Martin Neumeyer (CSU), in der Firma Schmitzer in Haidhof. Der Zulieferbetrieb unter anderem für Medizintechnik, elektronische Bauteile und Feinstmechanik ist nach dem Spatenstich im Jahr 2020 erst vor kurzem mit einem Teil der Produktion von Saal nach Haidhof umgesiedelt. Aktuell laufende Erweiterungsplanungen zielen darauf ab, dass auch die restliche Produktion nach Riedenburg verlagert wird und dann 83 Beschäftigte in Haidhof ihre Arbeit aufnehmen.

Der Organisator und CSU-Vorsitzende Siegfried Lösch hieß die Teilnehmer in der nach seinen Worten schönsten Stadt des Landkreises willkommen. „Die Firma Schmitzer ist ein Global Player und ihre Übersiedlung nach Riedenburg ist ein Glücksfall für die Stadt, der nicht allzu oft passiert. Es ist eine Firma, die hoch qualifizierte Arbeitsplätze schafft“, betonte Lösch.

Neben den beiden Firmenchefs Josef und Rainer Baumann gab auch der 82-jährige Seniorchef Josef Baumann gerne Auskunft über das heuer seit 60 Jahren bestehende Unternehmen. „Wir sind vielfältige Zulieferer für die Industrie und die erste Euromünze ist über eine Schmitzer-Presse geprägt worden“, erzählte er eine Anekdote aus der Firmenhistorie. Ausschlaggebend für die Verlagerung nach Riedenburg waren die guten Platzverhältnisse in Haidhof und die Unterstützung durch das Rathaus.

Landrat Neumeyer zeigte sich stolz auf solche Unternehmer, die zur Heimat stehen und hier investieren. „Riedenburg ist ein guter Standort, der Umzug ist aber auch ein Verlust für Kelheim“, attestierte er.

Manche Fragen der Teilnehmer zielten auf die Weltmarktsituation und die Konkurrenzfähigkeit heimischer Produktionsstandorte gegenüber asiatischen Ländern ab. Josef Baumann Senior versicherte, dass auch die Qualität der Erzeugnisse neben dem Preis ein wichtiger Faktor für die Endkunden sei.

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