Mörnsheim
Kein Defizitausgleich für Rot-Kreuz-Kindergarten

06.10.2022 | Stand 22.09.2023, 4:55 Uhr |

Für die Sanierung der Kirchentreppen in Mörnsheim wurde der Auftrag für einen einfachen Ausbau erteilt, der Mitte Oktober startet. Foto: Mittl

Mörnsheim – Der Marktgemeinderat in Mörnsheim hat sich in seiner jüngsten Sitzung unter anderem mit dem Bericht des Kindergartenbetreibers, dem Kreisverband Südfranken des Roten Kreuzes, beschäftigt. Der ist seit April 2021 Träger des kommunalen Kindergartens. Seit September 2021 ist der Kindergarten voll belegt, es gibt eine Warteliste für Betreuungsanfragen.

Seit April 2021 sind drei Mitarbeiterinnen in den Ruhestand gegangen, eine Kinderpflegerin hat auf Grund einer wohnortnahen Stelle gekündigt, alle Stellen konnten wieder nachbesetzt werden. Derzeit wird zum Auffüllen fehlender Zeiten noch eine Teilzeiterzieherin gesucht, für die bereits Bewerbungen vorliegen. Im Gebäude wird laufend saniert. Malerarbeiten wurden bereits umgesetzt. Ersatzbeschaffung für Waschmaschinen, Möbel oder pädagogisches Material wurden und werden umgesetzt. Das Gesundheitsamt hat die Einrichtung kontrolliert und keine Beanstandungen.

In praktisch allen etablierten pädagogischen Angeboten erreichte die Kita bei einer Elternbefragung entsprechend hohe Werte – in den elementaren Frageblöcken ein Gut bis Sehr Gut (durchschnittlich 91,6 Prozent Elternzufriedenheit), wie aus dem Bericht der Verbandsleitung hervorging. Die Entwicklung der Kita wurde von den Eltern mit der Note 1,8 bewertet. Es ergibt sich ein Kostenüberschuss von knapp sechs Prozent; somit muss die Gemeinde keinen Defizitausgleich leisten.

Unverändert binden die aus dem aktuellen Fachkräftemangel resultierenden Problemstellungen die Aufmerksamkeit der Verantwortlichen, also dem Roten Kreuz als Kita-Träger und dem Team in 2023. Besonders erfreulich ist somit, dass sich trotz umfangreichen Personalwechsels das Ergebnis der Kita – gerade nach konsequenter Restrukturierung – gleich im ersten Jahr ohne vertraglichen Defizitausgleich durch die Marktgemeinde im positiven Bereich bewegt. Für 2023 ist der Austausch von veraltetem Mobiliar geplant. Der Marktgemeinderat zeigte sich erfreut über die Entwicklung; weitere Investitionen würden mit dem Bürgermeister abgestimmt, hieß es in der Sitzung.

Aus der Sitzung



Nachdem die Kirchentreppen per Beschluss aus Kostengründen nicht im Rahmen der Städtebauförderung mit einem hochwertigen Ausbau berücksichtigt werden können, hatte der Marktgemeinderat sich für eine Sanierung und den Austausch der defekten Pflastersteine entschieden. Diese Maßnahme wurde nun ausgeschrieben. Der Auftrag geht an eine Baufirma aus Berg im Gau (23000 Euro). Die Bauarbeiten starten Mitte Oktober und dauern etwa zwei Wochen. Es sind halbseitige Sperrungen der Marktstraße und des Kirchenwegs (mit freiem Zugang zur Kirche) vorgesehen.

Weiterhin wurden Nutzungsänderungen beantragt. Zum einen für das ehemalige Volksbankgebäude, in dem nunmehr statt zwei vier Wohnungen vorgesehen sind, im ehemaligen Bankbereich im Erdgeschoss zwei Wohnungen und zudem zwei neue Wohnungen im Dachgeschoss. Der notwendigen Ablöse von zwei Stellplätzen wurde zugestimmt. Zudem erhielt der Bauherr Zustimmung zur Ablöse eines erforderlichen Spielplatzes (ab drei Wohnungen), die nun per Vereinbarung und entsprechender Berechnung beschlossen worden ist. Zuvor hatte das Gremium dazu Grundstücksbeschlüsse gefasst und die Beträge festgelegt. Einer weiteren Nutzungsänderung wurde ebenfalls zugestimmt. Die neuen Eigentümer des Sparkassengebäudes planen das Erdgeschoss zur Nutzung als Dorfladen. Das Gremium hatte im vergangenen Jahr bereits einen Beschluss zur Dorferneuerung gefasst, um Fördergelder seitens der Eigentümer zu ermöglichen. Den Eigentümern werden auch Freiflächen zur Außengastronomie angeboten.

Vergaben für die weitere Sanierung der Wasserversorgungsanlage der Gemeinde wurden auf den Weg gebracht. So wird in den Wintermonaten das Wasserhaus in Altendorf saniert und mit technischen Anlagen und Steuerungsanlagen aufgewertet. Zudem wird im nächsten Jahr – nach mehrfacher Verschiebung – die Druckerhöhungsanlage am Plattenberg in Mühlheim in Angriff genommen.

EK/mi