Eichstätt

„Mehr als ein Praktikum“

Caritas: 75 Plätze für Bundesfreiwilligendienst und Soziales Jahr

18.05.2022 | Stand 25.05.2022, 13:01 Uhr

Eingespieltes Team: Seit fünf Jahren kümmern sich Sarah Strasser und Jakob Streller um die Fragen zum Freiwilligendienst im Bistum Eichstätt. Foto: Caritas/Esser

Eichstätt – Es gibt viele Gründe, einen sozialen Freiwilligendienst anzutreten. Ob in jungen Jahren zur Überbrückung nach der Schule, zur Berufsorientierung oder im höheren Alter, um sich gebraucht zu fühlen: Die Caritas bietet Interessenten 75 Plätze in katholisch-sozialen Einrichtungen im Bistum Eichstätt an, 56 Plätze im Bundesfreiwilligendienst (BFD) und 19 für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ).

Jakob Streller koordiniert die Freiwilligen beim Caritasverband Eichstätt. Ein Freiwilliges Soziales Jahr kann ab 1. September in elf Einrichtungen begonnen werden, sagt Streller: darunter Seniorenheime, Einrichtungen für Menschen mit Behinderung oder Kinderbetreuungseinrichtungen. Das FSJ richtet sich speziell an junge Menschen zwischen 16 und 27 Jahren. Auf die 56 BFD-Plätze können sich Menschen jeden Alters bewerben, um in einer der 30 katholischen Einrichtungen im Bistum Eichstätt mitzuhelfen.

52 Personen leisten laut Streller aktuell ihren Bundesfreiwilligendienst im Bistum. 25 davon kommen aus anderen Ländern. Geflüchtete aus Afghanistan und der Ukraine seien sehr willkommen, um ihnen einen guten Start in Deutschland zu ermöglichen. Neben Menschen mit Fluchthintergrund denkt Streller auch an Leute im Rentenalter. Für diese bieten sich insbesondere Tätigkeiten in der Caritas-Zentrale mit Post-, EDV-, Hausmeister- und Verwaltungsdiensten an.

Streller erwartet auch erneut Bewerbungen von Beamten der Postnachfolgeunternehmen und der Bahn. Denn diese können nach wie vor ab 55 Jahre ohne Abschläge in den Vorruhestand gehen, wenn sie danach mindestens zwölf Monate einen BFD oder eine vergleichbare ehrenamtliche Tätigkeit ausüben. Bereits sieben Personen hätten zuletzt diese Möglichkeit genutzt, sagt Streller.

„Ein Freiwilligendienst ist viel mehr als ein Praktikum. Das Besondere daran ist, dass Freiwillige nicht nur in einer gemeinnützigen Einrichtung arbeiten, sondern auch intensiv pädagogisch begleitet werden sowie regelmäßig an Bildungsseminaren teilnehmen“, erläutert die Pädagogin Sarah Strasser vom Caritasverband. In Gesprächen mit den BFDlern geht es unter anderem um die Verarbeitung von belastenden Erlebnissen sowie Fragen zur persönlichen Lebensgestaltung bis hin zur Zukunftsplanung und Berufsorientierung. Auch vermittelt Strasser bei Konflikten zwischen Einsatzstelle und Freiwilligen, auch per Onlinesprechstunde. Im Rahmen von Seminaren und Bildungstagen erhalten die Freiwilligendienstleistenden die Möglichkeit, ihre gesammelten Erfahrungen zu reflektieren.

Ob ein FSJ oder ein BFD im Einzelfall geeignet ist, bespricht Jakob Streller mit Interessierten persönlich. Für Auskünfte – auch zur Vergütung und Sozialversicherung – steht er telefonisch unter (08421) 50975 oder per E-Mail an freiwilligendienste@caritas-eichstaett.de zur Verfügung. Über die Betreuungs- und Bildungsmöglichkeiten im BFD informiert Sarah Strasser unter (08421) 50944. Die einzelnen Platzangebote in der Diözese werden unter www.caritas-eichstaett.de/bfd gelistet.

DK