Alicante

„Noch ein bis zwei Spieler“

FCI-Trainer Keller stellt weitere Wintertransfers in Aussicht – Hedlund bleibt ein Thema

05.01.2019 | Stand 02.12.2020, 14:54 Uhr

−Foto: Julian Schultz

Alicante (DK) Wer kommt in der Winterpause noch zum FC Ingolstadt? Trainer Jens Keller sagte am dritten Tag des Trainingslagers in Alicante/Spanien, dass der Tabellenletzte der 2. Fußball-Bundesliga noch Interesse „an ein bis zwei Spielern“ hat. Ein Kandidat ist weiterhin Offensivspieler Simon Hedlund.

„Es entscheidet sich die nächsten Tage, was noch passiert“, meinte Keller am Samstagvormittag gegenüber unserer Zeitung. Auf welchen Positionen die Schanzer noch nachbessern wollen, ließ der Ingolstädter Trainer indes offen. „Uns tut überall noch die eine oder andere Persönlichkeit gut. Qualität kann nie schaden“, sagte der 48-Jährige und ergänzte: „Wir haben den Kader schon verkleinert, deswegen schauen wir noch auf der einen oder anderen Position.“

Der FCI hatte kurz vor dem Trainingslager Innenverteidiger Marvin Matip sowie die beiden Offensivkräfte Robert Leipertz und Osayamen Osawe aussortiert. Zudem werden die Nachwuchsprofis Patrick Sussek und Nico Rinderknecht die restliche Saison in der Regionalliga-Mannschaft der Ingolstädter bestreiten.

Ein Indiz für weitere Wintertransfers könnte sein, dass Geschäftsführer und Interims-Sportdirektor Harald Gärtner erst in der Nacht auf Sonntag ins Trainingslager nachreist und damit die sportliche Führungsriege um Klubboss Peter Jackwerth und Berater Thomas Linke komplettiert. Denn womöglich war der 50-Jährige zuvor noch in der Heimat damit beschäftigt, nach Torwart Philipp Tschauner und Innenverteidiger Mergim Mavraj die von Keller erwähnten „ein bis zwei Spieler“ zu verpflichten.


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Ein Kandidat ist dabei weiter Hedlund. „Es ist so, dass ich ihn als sehr interessant empfinde. Ja“, bestätigte Keller. Der Linksaußen steht bei Union Berlin unter Vertrag (bis 2020), hatte zuletzt aber schon seinen Wechselwunsch geäußert. „Man muss sehen, ob man es realisieren kann und der Spieler auch möchte“, ergänzte Keller, der Hedlund aus gemeinsamen Zeiten bei den „Eisernen“ bestens kennt.

Gärtner hatte bereits vor der Winterpause angedeutet, mit den Berliner Verantwortlichen in Kontakt zu stehen. Union-Geschäftsführer Oliver Ruhnert wiederum hatte gegenüber der „Berliner Morgenpost“ gesagt: „Wenn ein Spieler unzufrieden ist und er gehen will, muss er einen Verein bringen, und wir müssen dann eine Lösung finden.“

In bislang 70 Zweitliga-Partien kommt Hedlund auf acht Treffer und fünf Vorlagen. Zu den Stärken des Schweden zählen seine Schnelligkeit und sein Durchsetzungsvermögen, im Torabschluss zeigt sich der 25-Jährige aber meist zu ungenau. So ist der Rechtsfuß, dessen Marktwert bei rund 1,1 Millionen Euro (Quelle: transfermarkt.de) liegen soll, in dieser Saison auch noch ohne Torbeteiligung.