Poolbillard im Altlandkreis Schrobenhausen
Hellwach die Tabellenführung verteidigt: Erste Vertretung des PBC Hoaße Greim bleibt in der Verbandsliga Süd ganz vorne

08.02.2024 | Stand 08.02.2024, 19:55 Uhr |

Weist in der laufenden Verbandsligasaison eine Einzelbilanz von sechs Siegen und zwei Niederlagen auf: Daniel Schmid. Foto: M. Vogt

Selbst eine ungewöhnlich frühe Anstoßzeit von 11 Uhr? Kein Problem für die erste Mannschaft des Poolbillardclubs Hoaße Greim! Sie gewann ihre jüngste Auswärtspartie beim BSV Fürstenfeldbruck III trotzdem mit 8:2 und verteidigte damit souverän ihre Tabellenführung in der Verbandsliga Süd.

„Wir waren tatsächlich von der ersten Minute an hellwach, wir wollten diesen Sieg unbedingt“, berichtet Thorsten Toll. Denn irgendwie ging es für die Mannen aus dem Altlandkreis Schrobenhausen diesmal nicht nur um zwei Punkte. Das aus Reinhold Wachall, Daniel Schmid, Alexander Ortner sowie eben Toll bestehende Quartett wollte zudem den Beweis antreten, dass es seine erste Saisonniederlage – erlitten kurz vor Weihnachten beim 1. PBC Sonthofen (3:7) – bestens verdaut hat und völlig zu Recht ganz oben im Klassement steht.

Sportwart Jürgen Filp sauer auf Spieler Jürgen Filp

Sollten die Fürstenfeldbrucker jemals die Hoffnung besessen haben, den Spitzenreiter ein Bein stellen zu können – spätestens nach den ersten vier Einzeln sowie den beiden Doppeln mussten sie diese begraben, denn schon zu diesem Zeitpunkt lagen sie unaufholbar mit 0:6 im Rückstand. Am Ende stand’s dann, wie anfangs bereits erwähnt, 8:2 für PBC Hoaße Greim I, der sich am nächsten Spieltag auf ein Heimspiel freuen darf. Sein Gegner hierbei wird am 24. Februar das Tabellenschlusslicht BC Haunstetten II sein − übrigens zur gewohnten Anstoßzeit um 14 Uhr.

Weiter zur zweiten Vertretung des in Langenmosen beheimateten Vereins, die in der laufenden Saison in der Landesliga Mitte auf Punktejagd geht. Sie war zuletzt bei der TSG Roth 08 II in Mittelfranken zu Gast und kassierte dort eine knappe 4:6-Niederlage. Der Hauptschuldige hierfür laut Hoaße-Greim-Sportwart Jürgen Filp: der Spieler Jürgen Filp. „Ich habe mal wieder auf ganzer Linie versagt, leider ist das momentan überhaupt nicht meine Saison“, so der 45-Jährige extrem selbstkritisch: „In Roth wäre für uns auf jeden Fall ein Sieg drin gewesen – aber leider hat meine Mannschaft diesmal nur zu dritt gespielt. Dadurch war es ausgesprochen schwierig, etwas Zählbares zu holen.“

Mit ausschlaggebend für die Pleite waren allerdings auch die beiden Doppelpartien. Hätten die Gäste aus dem Altlandkreis Schrobenhausen zumindest eine davon gewonnen, wäre ihnen wenigstens ein Unentschieden in Mittelfranken sicher gewesen. Aber nichts da. Das Duo Filp/Christian Seitz kam im 9-Ball mit 0:6 unter die Räder, das Duo Werner Rath/Karl-Heinz Strixner im 10-Ball mit 0:5.

Dritte Mannschaft gewinnt Kellerduell in der Kreisliga Nord

Bereits am morgigen Samstag (14 Uhr) muss die zweite Hoaße-Greim-Vertretung wieder ran. Zu Gast bei ihr in Langenmosen ist dann der 1. PBC Freising II – also der aktuelle Tabellenletzte, der noch ohne jeden Punktgewinn dasteht. „Keine Frage, da müssen wir einen Sieg einfahren“, weiß Filp. Ansonsten könnte es für sein Team im Klassement richtig ungemütlich werden.

Wie es geht, ein Kellerduell zu gewinnen: Die dritte Mannschaft des PBC Hoaße Greim hat es gerade vorgemacht. Sie schlug in der Kreisliga Oberbayern Nord den 1. PBC Freising IV mit 6:4 und vergrößerte dadurch ihren Vorsprung auf das Tabellenschlusslicht auf vier Punkte. Am morgigen Samstag geht’s für die Mannen aus dem Altlandkreis Schrobenhausen zum drittplatzierten PBC Ilmmünster II.

Bleibt noch die vierte Garnitur des PBC Hoaße Greim: Sie mühte sich in der Kreisklasse Oberbayern II zu einem mageren 5:5-Unentschieden zu Hause gegen den BSC Ingolstadt V. „Natürlich hätten wir das Spiel gerne gewonnen“, sagt Günter Schmid: „Aber nach einer 4:2-Führung nach den Doppeln waren wir uns wohl schon zu sicher.“ Die Chance, bis auf zwei Zähler an die zweitplatzierten Billardfreunde Geisenfeld heranzurücken, wurde dadurch leichtfertig vergeben.

SZ