Es war schlicht Glück, dass sich die Explosion am Wochenende in der Früh um fünf Uhr ereignete. Nicht auszudenken, wenn die Anlagen während der Tagschicht explodiert wären und die Menschen in den umliegenden Orten ihren Alltagsgeschäften nachgegangen wären.

Nichts mit Glück hat dagegen die Arbeit der Rettungskräfte und Helfer zu tun: Von der Alarmierung bis zum Anrücken und dem Katastropheneinsatz hat alles offenbar reibungslos geklappt. Es war eine tolle Leistung aller Beteiligten - von den Koordinatoren bis hin zu den Feuerwehrleuten, den BRK- und THW-Mitarbeitern und den Polizisten. Besonders beeindruckend war der Einsatz der Werkfeuerwehr in Vohburg: Den Auftakt bildete nicht etwa die Alarmierung, sondern die Tatsache, dass den Feuerwehrleuten erst einmal ihre Feuerwache um die Ohren flog - und sie Minuten später begannen, die Flammen zu bekämpfen.

Wie groß der Respekt vor dem Einsatz aller Beteiligten war und ist, zeigen auch die Reaktionen von Anwohnern und Betrieben aus der Region, die Brotzeit und Getränke für die Einsatzkräfte spendierten.

Das alles aber funktionierte nur deshalb so gut, weil die Koordinatoren und Einsatzkräfte immer wieder üben. Bei den Mitarbeitern der freiwilligen Feuerwehren, des THW und des Roten Kreuzes läuft das alles in der Freizeit. Das darf nicht unterschätzt werden. Die Menschen in der Region sollten dem mit großer Dankbarkeit begegnen.

Bleibt zu hoffen, dass die Verletzten gut genesen und dass die Schäden der Anwohner unbürokratisch ersetzt werden - und vor allem dass nach der Aufklärung der Ursache für das Unglück mögliche Gefahrenherde beseitigt werden.