Sonntag, 16. Dezember 2018
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Debatte um städtische Grundstücksverkäufe geht weiter

Was ist der Marktpreis?

Schrobenhausen
erstellt am 07.12.2018 um 17:54 Uhr
aktualisiert am 12.12.2018 um 03:34 Uhr | x gelesen
Schrobenhausen (mpy) Auch nach der Klarstellung durch die Stadt ist die Diskussion um die geplanten Grundstücksverkäufe durch die Stadt Schrobenhausen nicht zu Ende.
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Am Rössfeld gingen bei den Stadtwerken etliche Baugrundstücke für 380 Euro pro Quadratmeter und weniger über den Tisch.
Am Rössfeld gingen bei den Stadtwerken etliche Baugrundstücke für 380 Euro pro Quadratmeter und weniger über den Tisch.
M. Schalk
Schrobenhausen
Wie berichtet, gab es erboste Kommentare, weil die Stadtverwaltung drei kleine Parzellen "gegen Höchstgebot" veräußern will. Diese Frage steht immer noch im Raum: Darf die Stadt das? Und: Beteiligt sie sich dadurch an Preistreiberei?

Denn die Grundstückspreise in Schrobenhausen sind zuletzt massiv angestiegen. Von 500 Euro pro Quadratmeter und mehr war da in Einzelfällen die Rede.

Einer, der sich mit dem Markt auskennt, ist Thomas Schneider als Chef der Stadtwerke, die inzwischen die Entwicklung von neuem Bauland unter sich haben. "Es kann schon sein, dass solche Preise bei Privatverkäufen aufgerufen worden sind, aber ist das deshalb auch der Marktpreis? ", fragt er. Was aber zum Beispiel beim Baugebiet "Am Rössfeld" - in diesem Jahr - tatsächlich bezahlt wurde, sei weit darunter: 337 Quadratmeter für 126712 Euro, 387 Quadratmeter für 145899 Euro, 353 Quadratmeter für 135000 Euro - um nur ein paar Beispiele zu nennen. Das heißt: Die Bauplätze für Doppel- und sogenannte Atriumhäuser haben hier im Jahr 2018 eher um die 380 Euro pro Quadratmeter gekostet. "Grundstücke, die wir über das Schrobenhausener Einheimischenmodell veräußert haben, lagen deutlich unter 300 Euro. "

Die drei Grundstücke am Griesweg, um die es jetzt geht, werden allerdings nicht von den Stadtwerken vermarktet, sondern von der Stadtverwaltung direkt. Dass "gegen Höchstgebot" verkauft wird, stößt weiterhin auf Kritik, auch nachdem die Stadt erklärt hatte (wir berichteten), nicht unter Wert verkaufen zu dürfen.

Kommentar im Netz dazu: "Zwischen einem Verkauf unter Wert und einem Verkauf gegen Höchstgebot liegen Welten. "
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