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Mit "Sob sings Dylan" holt Freddy Vogt im März viele Schrobenhausener Musiker auf eine Bühne

Ein Loblied auf Robert Zimmermann

Schrobenhausen
erstellt am 16.12.2014 um 19:31 Uhr
aktualisiert am 01.02.2017 um 08:14 Uhr | x gelesen
Schrobenhausen (SZ) Sob sings Dylan – so heißt das Projekt, mit dem Freddy Vogt schon seit Jahren schwanger geht. Nun findet die Idee endlich ihre Umsetzung: Am 13. und 14. März werden viele namhafte Vertreter der Schrobenhausener Musikszene im Herzog-Filmtheater Bob Dylans Stücke zu Gehör bringen.
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Schrobenhausen: Ein Loblied auf  Robert Zimmermann
Endlich spruchreif: Die Idee zu „Sob sings Dylan“ hatte Freddy Vogt schon vor Jahren. Bei zwei Konzerten im März bringt die Schrobenhausener Musikszene nun Dylans Stücke zu Gehör - Foto: Schmied
Schrobenhausen

Die zwei Abende stehen ganz im Zeichen des großen amerikanischen Folk- und Rockmusikers mit dem unverkennbaren Hang zu lyrischen Texten. „Seit meiner Jugend höre ich seine Musik. Ich bin Dylan-Fan“, bekennt Vogt, den viele im Schrobenhausener Land als Gründungsmitglied von Bayern Dry kennen werden. Die Idee, dem Künstler eine Veranstaltung zu widmen, trägt der Schrobenhausener schon längere Zeit mit sich herum. Das Projekt „Sob sings Dylan“ wollte er eigentlich bereits im Frühjahr dieses Jahres durchziehen. Aus verschiedenen Gründen hat das aber nicht geklappt.

Vor den Samtsesseln und Logen des Herzog-Filmtheaters gibt sich die Schrobenhausener Musikszene nun im kommenden Jahr die Ehre. In dieser Location, inmitten von 1950er-Jahre-Kinogefühl, ist das Konzert gut aufgehoben und wird gut aufgenommen werden. Davon ist Vogt überzeugt. „Ich glaube, dass wir keine Probleme haben, die jeweils 150 Plätze komplett zu besetzen.“ Zuversichtlich macht Vogt die positive Resonanz, die er von Anfang an erhalten hat. Nach und nach hat er Freunde und Bekannte eingeweiht. „Alle waren sofort begeistert und haben mich darin bestärkt, dranzubleiben“, erzählt er.

Das Konzept ist so simpel wie genial. Drei Optionen haben die Teilnehmer. Entweder wagen sie sich solo auf die Bühne, mit Gitarre bewaffnet. Oder sie bringen ihre eigene Band mit – für diese Variante haben sich Yankee Dust und Nik & The Refrigerators entschieden. Oder sie nutzen die Band als musikalische Basis für ihren Gesang, die Vogt für das Dylan-Projekt auf die Beine gestellt hat. „Wir spielen das erste Mal in dieser Konstellation zusammen – es hört sich vielversprechend an“, sagt er.

Mit an Bord sind neben Vogt an Akustikgitarre und Mundharmonika sein Sohn Matthias am Schlagzeug, Günter Edler an diversen Tasteninstrumenten, Jürgen Mill an der Stromgitarre und Herbert „Bessy“ Dressl am Bass. Geprobt haben die fünf Männer zwar schon einmal im März. „Voll durchstarten werden wir aber zwischen den Jahren.“

Ablauf, Abfolge, Auftritte – das alles steht bereits zu 80 Prozent fest. Vogt ist zufrieden. „Um manche Teilnehmer muss ich mich überhaupt nicht kümmern. Ich möchte aber gerne mal bei den Proben vorbeischauen.“ Um wichtige Details abzuklären, sagt Vogt. Wie etwa, wer welche Instrumente mitbringt, ob ein Schlagzeug für alle reicht, oder ob eventuell umgebaut werden muss. „Das alles muss man wissen, damit man auch die Reihenfolge der Auftritte festlegen kann.“ Schließlich sei eine gute Mischung das Salz in der Konzertsuppe.

Die Dylan-Band um Vogt bestreitet darum Anfang und Finale der beiden Konzerte, rahmt sie ein. Dazwischen werden vor allem die Klassiker zu hören sein. „Blowin’ in the Wind“, „Forever Young“ und „Like a Rolling Stone“ dürfen dabei nicht fehlen. „Es kristallisiert sich heraus, dass die Leute überwiegend die alten Sachen spielen wollen“, verrät Vogt. Also die Songs aus den 1960er und 1970er Jahren. Bisher sind zwei neuere Stücke dabei. „Das fangen wir mit der Band auf, indem wir ebenfalls zwei Stücke jüngeren Semesters performen.“ Trotzdem: Die Vergabe der Songtitel läuft problemlos. Jeder habe so seine eigenen Vorlieben. „Dubletten zu vermeiden, ist darum nicht sonderlich schwer“, sagt Vogt.

In erster Linie hat der Schrobenhausener Musiker Künstler angesprochen, die er kennt und von denen er weiß, dass sie Spaß an der Sache haben. „Jetzt spricht sich das Ganze langsam rum“, erklärt Vogt und grinst. „Hoffentlich kriegen wir alle unter.“ Denn bei einer Konzertdauer von gut zweieinhalb Stunden soll natürlich keiner zu kurz kommen. Im Laufe der Planungen kam ihm darum eine weitere Idee: Warum eigentlich keine Serie aus der Veranstaltung machen? Man könnte „Sob sings“ – sofern Interesse besteht – beliebig erweitern, so Vogt. Mit einer Beatles-Ausgabe zum Beispiel. „Vielleicht wird das Projekt ja eine feste Einrichtung, das wäre genial.“

Verdienen wird laut Vogt an der Sache aber niemand. „Für 30 oder 40 Teilnehmer Gage zu zahlen, ist schlicht nicht möglich.“ Der Ticketpreis von 16 Euro pro Nase soll vor allem die Unkosten decken: Saalmiete, Gema, Werbung – und natürlich die Verpflegung für alle, die mitmachen. „Das Geld, das dann noch übrig bleibt, will ich für einen guten Zweck spenden“, sagt Vogt. Dylan in Reinform.

Von Kathrin Schmied
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