Donnerstag, 18. Oktober 2018
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Langenmosener Gemeinderat beschäftigte sich mit Blühflächen und den Schildern an Ortseingängen

Freundlich und naturverbunden

Langenmosen
erstellt am 10.10.2018 um 18:51 Uhr
aktualisiert am 14.10.2018 um 03:34 Uhr | x gelesen
Langenmosen (SZ) Die Gemeinde Langenmosen begrüßt in Zukunft die Verkehrsteilnehmer an den wichtigen Ortseingängen mit neuen Schildern. Außerdem werden Blühflächen angelegt, der Friedhof wird verschönert und der Schützenverein bekommt ein neues Lichtgewehr für Kinder.
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Nicht mehr ganz taufrisch sind die Schilder an den Ortseingängen, auf denen die Gemeinde ihre Besucher begrüßt.
Nicht mehr ganz taufrisch sind die Schilder an den Ortseingängen, auf denen die Gemeinde ihre Besucher begrüßt.
Dürrmann
Langenmosen
Als freundliche Gemeinde hat sich Langenmosen in den vergangenen Jahren erwiesen: Sie begrüßt und verabschiedet Verkehrsteilnehmer an den Ortseingängen mit Schildern, auf denen "Grüß Gott" und "Auf Wiedersehen" steht. Diese insgesamt fünf Schilder, die bereits 2009 aufgestellt wurden, sind im Laufe der Zeit aber witterungsbedingt sehr unansehnlich geworden und sollen nun erneuert werden. Bürgermeisterin Mathilde Ahle hatte bereits im Vorfeld der Gemeinderatssitzung vom Dienstag eine Anfrage bei der Leader-Aktionsgruppe (LAG) Altbayerisches Donaumoos gestellt, ob für die Erneuerung noch Fördermittel zur Verfügung stehen - schließlich war die Aufstellung vor neun Jahren schon mit Leader-Geld bezuschuss worden. Diesmal allerdings gibt es nichts.

Ahle informierte die Räte, dass die Schilder ausgetauscht werden könnten (eventuell auch nur auf einer Seite) oder dass ein komplett neues Objekt gestaltet werden könnte. Um dem Gremium eine bessere Vorstellung zu geben, zeigte sie Bilder von Schildern einer anderen Gemeinde. Diese hatte die Worte auf bayrisch geschrieben, nämlich "Griaß God" und "Pfia God". Ein Beschluss wurde noch nicht gefasst, allerdings bekamen die Gemeinderäte eine Hausaufgabe: Sie sollen sich Gedanken über eine Neugestaltung oder einer Erneuerung der Schilder machen. Danach können Angebote eingeholt und somit der Kostenrahmen festgelegt werden. Die Bürger dürfen gespannt sein, welche Vorschläge von dem Gremium kommen werden. Auf jeden Fall soll Langenmosen sich auch in Zukunft als freundlicher Ort erweisen.

Übrigens auch zur Natur will Langenmosen freundlich sein. In einer Agrarlandschaft wie dem Schrobenhausener Land ist es ja nötig, zu einem naturverträglichen Mit- und Nebeneinander von intensiver und extensiver Nutzung zu kommen. Bereits in der Sitzung vom Juni hatte daher der Gemeinderat beschlossen, Blühflächen anzulegen - allerdings in Eigenregie und nicht in Kooperation mit der LAG Altbayerisches Donaumoos, die das Projekt ins Rollen gebracht hatte. Auf Vorschlag von Bürgermeisterin Mathilde Ahle werden vorrangig folgende Flächen mit blühendem Allerlei versehen: die Parkanlage an der Berg im Gauer Straße, der Streifen an der Ortsstraße 4 in Malzhausen, das Gewerbegebiet Langenmosen-Höhenberg und die Sickermulde an der Lindener Straße, wo 1600 Quadratmeter zur Verfügung stehen. Später, wenn die Bauarbeiten abgeschlossen sind, können sich Bewohner des Baugebiets Langenmosen-Nord II als Grünpaten für die zukünftige Pflege von Bauminseln zur Verfügung stellen.

Christian Ahle schlug auch noch Gewässerränder, Waldränder oder private Baulücken als Blühflächen vor. An den Moosberg dachte Christian Schels und Manfred Baierl meinte: "Die kleine Fläche beim Brandweiher wär doch was". Auch der Gartenbauverein bringt sich aktiv in das Vorhaben mit ein. Er hat im Rahmen einer Aktion 2000 Blumenzwiebeln im Wert von 387 Euro bestellt. Die Räte beschlossen, die Hälfte der Kosten zu übernehmen. Der Gartenbauverein wird der Gemeinde Vorschläge für die Anpflanzung unterbreiten.

Die Unterstützung der Vereine wird in Langenmosen groß geschrieben. Um die Jugendarbeit zu fördern und auch den Kindern unter zwölf Jahren die Möglichkeit zum Schießen zu geben, möchte der Schützenverein Edelweiß ein Lichtgewehr anschaffen. Die Kosten für ein solches, für Kinder ungefährliches Schießgerät liegen laut einem Angebot rund 2000 Euro. Bürgermeisterin Mathilde Ahle meint dazu: "Jugendarbeit ist wertvoll, die Kinder lernen Teamgeist und die Spielregeln kennen." Daher fiel der Beschluss, die Kosten für das Lichtgewehr ganz zu übernehmen, einstimmig aus.

Dass die Langenmosener Räte nicht nur entscheiden, sondern auch anpacken können, zeigen sie am Samstag. Denn da müssen die Wahlkabinen aufgebaut werden. Als Ahle in die Runde fragte: "Wer hilft?", meldeten sich flugs fünf männliche Gemeinderäte. Aber auch die zwei Frauen im Gremium machen sich nützlich: Sie liefern nämlich am Sonntag - gute, alte Rollenverteilung - den Kuchen für die Wahlhelfer.
Erhard Dürrmann
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