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Plädoyer für Gemeinschaftsschule

Wolnzach
erstellt am 07.01.2011 um 19:32 Uhr
aktualisiert am 31.01.2017 um 21:24 Uhr | x gelesen
Wolnzach (pat) Eine ernüchternde Bilanz der Hauptschulreform hat der Landtagsabgeordnete Martin Güll beim Dreikönigstreffen der Kreis-SPD in Wolnzach gezogen. "Es bleibt alles beim Alten, der Qualitätssprung wird nur vorgegaukelt", sagte er.
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Wolnzach: Plädoyer für Gemeinschaftsschule
Die Reform des bayerischen Schulwesens will der SPD-Landtagsabgeordnete Martin Güll stetig vorantreiben. - Foto: Ermert
Wolnzach
Doch nicht nur zum Wandel der Hauptschulen zu Mittelschulen, sondern auch zum R 6 und zum G 8 äußerte Güll seine Meinung – und zwar nicht nur in einem fachlich kompetenten Referat, sondern auch in einem umfassenden Fragenteil, der von den gut 40 Gästen zum regen Meinungsaustausch genutzt wurde. Er sprach von einem Ungleichgewicht der drei bayerischen Bildungssäulen Gymnasium, Realschule und Hauptschule, von einem immer weiter steigenden Andrang an die Gymnasien. "Jeder hohe Schulabschluss freut mich, aber das Drumherum in der Bildungslandschaft muss eben auch passen", sieht Güll den Freistaat für den Elternwillen nach immer mehr Abiturienten wenig gewappnet.
 

"Bei der Schaffung von Mittelschulen doktert die Regierung nur herum, anstatt eine bildungspolitische Änderung zu erwirken, die dringend nötig ist", sprach sich Güll für die Schaffung von Regionalen Gemeinschaftsschulen aus, an denen die Kinder und Jugendlichen bis zur zehnten Klasse gemeinsam unterrichtet werden. "Dazu müssen sich noch vor der Lehrerausbildung das System und die generelle Pädagogik ändern", sprach er sich für Ganztagesschulen aus, mit denen wie beim Projekt in Denkendorf und Kipfenberg derzeit sogar in der Region experimentiert wird.

Von Patrick Ermert
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