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Wayand will Kolisneks Arbeit fortführen

erstellt am 20.02.2009 um 18:53 Uhr
aktualisiert am 31.01.2017 um 21:12 Uhr | x gelesen
Baar-Ebenhausen (DK) Der CSU-Ortsverband Baar-Ebenhausen hat erwartungsgemäß den amtierenden zweiten Bürgermeister Ludwig Wayand zum Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am 19. April nominiert. Der 50-jährige Bundeswehroffizier leitet derzeit bereits kommissarisch die Geschicke der Gemeinde.
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Emotionaler Moment: Helene Kolisnek, Witwe des verstorbenen ersten Bürgermeisters von Baar-Ebenhausen, überreichte CSU-Bürgermeisterkandidat Ludwig Wayand einen Blumenstrauß und gratulierte ihm als Erste zur Nominierung. - Foto: Vogl
Die Umstände, unter denen in Baar-Ebenhausen nur ein Jahr nach der Kommunalwahl erneut ein Gemeindechef gefunden werden muss, hat sich natürlich niemand gewünscht. Der Tod des bisherigen CSU-Bürgermeisters Michael Kolisnek macht den erneuten Urnenhang aber unumgänglich.

Die CSU will den vor Jahresfrist von Kolisnek souverän verteidigten Chefsessel im Rathaus natürlich nicht hergeben und setzt hierzu auf ihren engagierten Vorsitzenden und bisherigen Fraktionschef Ludwig Wayand, der als Stellvertreter des Bürgermeisters bereits seit einigen Monaten die Verwaltung leitet und hierfür von der Bundeswehr inzwischen weit gehend freigestellt worden ist.

Ludwig Wayand ging bei der Nominierungsveranstaltung am Dienstagabend im Gasthaus Sibein natürlich auf die Umstände seiner Kandidatur ein. Er betonte ebenso wie CSU-Gemeinderat Kurt Mirlach eingangs der Kandidatenwahl, dass er und der gesamte Ortsverein noch immer tief unter dem Eindruck der Ereignisse der vergangenen Wochen stehen. Dennoch müsse der Blick nach vorne gerichtet und die politische Arbeit weiter geführt werden.

Und an der Spitze der Gemeinde wünscht sich die CSU nunmehr den bisherigen zweiten Bürgermeister. Alle Mitglieder sind sich offensichtlich darin einig, dass er "der Beste für den Job ist", wie es Kurt Mirlach ausdrückte. Die anwesenden Mitglieder wählten Ludwig Wayand deshalb einstimmig zum Bürgermeisterkandidaten.

Zuvor hatte sich der Ortsvorsitzende in einer engagierten Rede um das Amt beworben. Er möchte den Bürgermeisterposten "zum Wohle der Bevölkerung" erlangen, wie er betonte. "Was kann es Schöneres für einen Kommunalpolitiker geben, als Bürgermeister werden zu dürfen in dem Ort, wo man geboren wurde und aufgewachsen ist, und sich mit seiner Familie glücklich nieder gelassen hat"

Er wolle an die erfolgreiche Arbeit des verstorbenen ersten Bürgermeisters anknüpfen und dessen Weg weiter gehen, sagte Wayand. Schwerpunkte seiner künftigen Arbeit sollen das Festhalten an der Hochwasserfreilegung, Entwicklung der Infrastruktur und eine für die Gemeinde möglichst attraktive Lösung beim bevorstehenden Ausbau der ICE-Trasse sein.

Auch der Ausbau des Gewerbegebiets Brautlach-Süd sowie Förderung von Kinderbetreuung und Schaffung von Wohnmöglichkeiten für Senioren seien ihm ein Anliegen. Die Verwaltung der Gemeinde sieht Ludwig Wayand als "Dienstleistungsbetrieb". Er möchte wie auch sein Vorgänger an den regelmäßigen monatlichen Bürgersprechstunden am Samstag festhalten und Informationsnähe durch Schaffung eines Bürgerbüros gewährleisten.

Dass Ludwig Wayand den Weg des verstorbenen Michael Kolisnek fortsetzen will, findet auch die Zustimmung von dessen Witwe Helene Kolisnek. Sie überreichte dem einstimmig gekürten Bürgermeisterkandidaten in einem emotional bewegenden Moment einen Blumenstrauß und beglückwünschte ihn als Erste. Auch MdL Erika Görlitz, die als CSU-Kreisvorsitzende nach Ende der Veranstaltung noch zu der Versammlung stieß, sprach Ludwig Wayand ihre Glückwünsche aus.

Von Verena Vogl
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