Dienstag, 18. Dezember 2018
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Das Regionalgeld "Hallertauer" bleibt eine Erfolgsgeschichte - Digitale Version eingeführt

Neue Serie nach Rekordjahr

Pfaffenhofen
erstellt am 18.01.2018 um 11:45 Uhr
aktualisiert am 22.01.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Pfaffenhofen (PK) Mit spitzer Feder haben die vier Karikaturisten Hermann Singer, Markus Petz, Walter Wesinger und Dagmar Geisler die neue Serie des Regionalgeldes "Hallertauer" gestaltet. Sie ist seit Neujahr im Umlauf - die alten Scheine bleiben aber weiter gültig.
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Druckfrisch aus der Presse: Die neue Serie der "Hallertauer Regio" präsentieren Bruno Nemazal (von links), Manfred "Mensch" Mayer, Christa Radlmeier, Markus Petz, Hermann Singer, Stefan Nemazal und Helmut Humbach in der Druckerei Humbach & Nemazal. Auf dem Bild fehlen die KünstlerInnen Dagmar Geisler und Walter Wesinger..
Druckfrisch aus der Presse: Die neue Serie der "Hallertauer Regio" präsentieren Bruno Nemazal (von links), Manfred "Mensch" Mayer, Christa Radlmeier, Markus Petz, Hermann Singer, Stefan Nemazal und Helmut Humbach in der Druckerei Humbach & Nemazal. Auf dem Bild fehlen die KünstlerInnen Dagmar Geisler und Walter Wesinger.
Hallertauer Regionalgeld
Pfaffenhofen
"Die Serie hat Karikatur als Thema. Oder besser: Sie lässt Lachen sprechen", beschreibt Manfred "Mensch" Mayer vom herausgebenden Verein für nachhaltiges Wirtschaften den gewählten Ansatz bei der Gestaltung der Scheine. Die vier Künstler seien in Stadt und Land bekannt und hätten die Serie mit spitzer Feder und gesellschaftskritischen Motiven gestaltet. Ort und Zeit der Vernissage sowie die Übergabe der Fördergelder, die im vergangenen Jahr zusammengekommen sind, werden erst noch bekannt gegeben.

Neben der fortlaufenden Kooperation mit dem Verein Lebendige Innenstadt konnten die Herausgeber des Regionalgeldes 2017 durch die Zusammenarbeit mit der Gartenschau GmbH den Rekordwert von 72 514 in Umlauf gebrachten "Hallertauern" verzeichnen. So wurde der Fördergeldanteil von drei Prozent, der bei der Verwendung von Regionalgeld entsteht, von der Geschäftsstelle der Gartenschau beim Kauf einer Dauerkarte mit dem Regionalgeld übernommen - und dem Aktionsbündnis "Pfaffenhofen summt!" übergeben. Obwohl die Aktion auf den Vorverkauf in der Geschäftsstelle unserer Zeitung befristet war, entstand die Fördersumme von 1615 Euro, die laut Aktionsbündnis für den Kauf eines großen Wildbienenhotels verwendet wird.

Beim "normalen" Einsatz von "Hallertauer Regio", wie die Währung genau heißt, kann der dreiprozentige Fördergeldanteil neben der Bieneninitiative auch an die Kreisgruppe Bund Naturschutz, die Jugendabteilungen von MTV Pfaffenhofen, ECP und TCP, die Künstlerwerkstatt, den Neuen Pfaffenhofener Kunstverein, Mobile, Ape (Ambulantes Pädagogisches Einsatzteam), die Ortsgruppe von Amnesty International, den Energie- und Solarverein, das Pfaffenhofener Jugendparlament, den Tierschutzverein, die Kindergartenfreunde Au/Hallertau, den Interkulturgarten oder die Aktion "Starke Kinder" (Drogenprävention) zugewiesen werden. Insgesamt wurden bisher schon über 11000 "Hallertauer" - vom Wert her gleichbedeutend mit Euro - an die Förderprojekte ausbezahlt.

An die Gutscheine zu kommen und sie wieder auszugeben ist ganz einfach: In der Innenstadt von Pfaffenhofen gibt es neben dem Verein - telefonischer Kontakt über die Nummer (08441) 7 20 23 - folgende Ausgabestellen in Pfaffenhofen: die Geschäftsstelle unserer Zeitung am Hauptplatz 31, Korbwaren Moll in der Auenstraße 22, die Wirtschafts- und Servicegesellschaft (WSP) in der Frauenstraße 36. Zudem gibt es "Hallertauer Regio" im Wolnzacher Hopfenmuseum und im Rathaus von Baar-Ebenhausen. Bezahlen kann man mit den Gutscheinen an über 120 Akzeptanzstellen in der Stadt und im Landkreis.

Der Verein ist mittlerweile Mitglied bei der Regios-Genossenschaft geworden, die als Neuerung die wirtschaftliche und technische Abwicklung des digitalen "Hallertauerer Regio" ermöglicht und betreut. Im ersten Schritt wird gerade die elektronische Regiocard eingeführt, die es Arbeitgebern und Arbeitnehmern ermöglicht den steuerfreien Sachbezug digital abzuwickeln. Im zweiten Schritt soll dann realisiert werden, dass bei den Akzeptanzstellen mit Karte, also bargeldlos, bezahlt werden kann Bei der Einführung der Regiocard, die an den Sachbezug gekoppelt ist, wird die WSP als Kooperationspartner fungieren, da sie inhaltlich voll hinter den Maßnahmen zur regionalen Wirtschaftsförderung steht. "Allen Beteiligten ist klar, dass auch Digitalisierung einen regionalen Gemeinwohlrahmen bekommen muss", heißt es in der Mitteilung des Vereins für nachhaltiges Wirtschaften. "Einen Rahmen, der auch in diesem Bereich die Region schützt und erhält." Mit der Möglichkeit zur digitalen Version ist auch das Regionalgeld in der modernen Welt des elektronischen Zahlungsverkehrs angekommen. "Sie macht den Umgang mit Regiogeld einfacher und ist leicht verständlich - für Anbieter, Verbraucher und Vereine."

Manfred "Mensch" Mayers Maxime

Pfaffenhofen (PK) An der Spitze des Vereins steht Manfred "Mensch" Mayer Er meint: "Wir handeln ganz im Sinn des Agenda-2030-Realisierungsprozesses, den Pfaffenhofen mit der Unterzeichnung der Nachhaltigkeitserklärung angestoßen hat. Er hat auch nachhaltiges Wirtschaften als Schwerpunkt zum Ziel. In Bezug auf die Energiewende hat Pfaffenhofen es bald zu 100 Prozent geschafft: erneuerbar und regional. Doch auf dem Geldmarkt überlassen wir immer noch - geradezu automatisch - alles den Globalgeldern Euro und Dollar. Oberste Regel ist hier die Profitmaximierung. Diese geht jedoch, was unschwer zu erkennen ist, gegen den regionalen Standort und das Gemeinwohl. Regionalgeld reguliert und sichert die regionale Wirtschaft und hat im Idealfall alle Akteure wie Unternehmer, Verbraucher, Kommune und gemeinnützig Wirkende, gleichberechtigt im Boot. Deshalb: Auch im Geldwesen Kooperation für das Gemeinwohl. Und: Gewinn für alle!"

DK
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