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"Vorweihnacht der guten Herzen": 96 336 Euro gehen für den Verein Familien in Not ein

Leser spenden so viel wie nie

Pfaffenhofen
erstellt am 29.01.2016 um 18:45 Uhr
aktualisiert am 31.01.2017 um 22:20 Uhr | x gelesen
Pfaffenhofen (wha) Mit dem besten Ergebnis in der 25-jährigen Geschichte des Vereins Familien in Not hat der Pfaffenhofener Kurier jetzt seine Spendenaktion "Vorweihnacht der guten Herzen" abgeschlossen. 96 336 Euro zahlten die Leser von November bis Mitte Januar auf die Konten des Hilfsfonds ein.
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Pfaffenhofen: Leser spenden so viel wie nie
Foto: DK
Pfaffenhofen

Damit toppten sie deutlich den erst im Vorjahr aufgestellten Spendenrekord von 90 132 Euro. Vielleicht kann die PK-Aktion in diesem Jahr sogar noch die 100 000er-Hürde knacken, denn zu den in Pfaffenhofen gesammelten Geldern kommen noch weitere Spenden, die für den Pfaffenhofener Hilfsfonds zweckgebunden auf dem zentralen Sammelkonto des DONAUKURIER bei der Sparkasse Ingolstadt eingezahlt wurden. Das Gremium, das über die Verteilung der Mittel aus dem regionalen Spendentopf an karitative Organisationen im gesamten DK-Verbreitungsgebiet entscheidet, tagt Mitte Februar.

Hocherfreut und überrascht von dem fantastischen Ergebnis ist der Redaktionsleiter des Pfaffenhofener Kurier, Robert Schmidl, der seit vergangenem Frühjahr auch als Mitglied im Verein Familien in Not mitarbeitet. "Wegen der Flüchtlingsproblematik hatten wir heuer eher mit einem rückläufigen Spendenaufkommen gerechnet, weil sich so viele Menschen in unserem Landkreis schon finanziell oder auch mit ehrenamtlicher Arbeit für die hier lebenden Asylbewerber engagieren." Dass trotz dieser großen zusätzlichen sozialen Aufgabe auch noch eine Rekordsumme für Familien in Not gespendet wurde, sei ein beeindruckendes Zeichen der Solidarität mit den Menschen, die auch in unserem wirtschaftlich gut situierten Landkreis auf Unterstützung angewiesen sind, so Schmidl.

Ebenso wie der PK-Redaktionsleiter bedankt sich Willy Hailer, Vorsitzender des Vereins Familien in Not, bei allen Leserinnen und Lesern der Heimatzeitung, für die großartige Unterstützung, die sie dem im Oktober 1990 gegründeten Hilfsfonds seit über 25 Jahren zukommen lassen. "Wenn man sieht, wie viele private Spender, Firmen, Institutionen, Vereine und Kulturveranstalter den Verein Familien in Not schon seit Jahren regelmäßig unterstützen, dann ist das für uns eine schöne Bestätigung und auch Verpflichtung, die Arbeit für die hilfsbedürftigen Menschen weiter fortzusetzen."

Noch einmal kräftig aufgestockt wurde der Spendentopf zum Abschluss der Aktion "Vorweihnacht der guten Herzen" durch den Pfaffenhofener Landrat Martin Wolf. Anlässlich seines 60. Geburtstages am 4. Januar hatte der Landkreischef die Gratulanten anstelle von Geschenken um Spenden für Familien in Not gebeten. Stolze 3320 Euro kamen zusammen, die Wolf jetzt in einem prall gefüllten Sparschwein an PK-Redaktionsleiter Robert Schmidl sowie die Vorsitzenden von Familien in Not, Willy Hailer und Hermann Heubeck, übergeben konnte. Seit vielen Jahren ist Wolf mit der Arbeit von Familien in Not verbunden. Einige Jahre moderierte er als Musikreferent des Stadtrates das Benefizkonzert von Stadtkapelle und Liedertafel, mit dem immer am ersten Adventswochenende die Spendenaktion "Vorweihnacht der guten Herzen" eröffnet wird. "Heute erlebe ich als Landrat über meine Mitarbeiter im Jugendamt und in anderen sozialen Sachgebieten, wie wichtig der Verein Familien in Not ist." Wo Behörden aufgrund gesetzlicher Bestimmungen im Einzelfall nicht ausreichend oder - zum Beispiel wegen verspätet gestellter Anträge - erst mit Verzögerung helfen könnten, sei der Verein schnell und unbürokratisch in der Lage, finanzielle Lücken auszugleichen, so Wolf. Als sehr hilfreich bei der Lösung von Problemfällen habe sich das vor gut einem Jahr gegründete Sozialnetzwerk Landkreis Pfaffenhofen erwiesen. In dem Gremium, das einmal im Monat abwechselnd im Landratsamt oder in der Außenstelle Vohburg tagt, beraten Sozialexperten von Landkreis, Städten, Gemeinden und Jobcenter mit den Vertretern von karitativen Organisationen wie Caritas, Tafel und Familien in Not über akute Einzelschicksale und suchen nach Hilfsmöglichkeiten, zum Beispiel um drohende Obdachlosigkeit oder Stromsperren zu vermeiden.

Von Willy Hailer
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