Mittwoch, 21. November 2018
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Tresor landet nicht in Ilm

erstellt am 15.02.2007 um 18:42 Uhr
aktualisiert am 31.01.2017 um 16:09 Uhr | x gelesen
Pfaffenhofen (rs) Aus der Traum von der Performance im Fluss: Der alte Stadttresor, den der Pfaffenhofener Künstler Manfred Habl im Rahmen des 2008 anstehenden Projektes "Kunst im Fluss" golden lackieren und dann in der Ilm aufstellen wollte (PK berichtete gestern), geht jetzt an einen Pfaffenhofener Geschäftsmann. Darauf verständigten sich gestern Nachmittag Bürgermeister Hans Prechter und sein Stellvertreter Franz Schmuttermayr.
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Bei dieser Entscheidung spielte nicht nur eine Rolle, dass die Aufstellung des Tresors im Flussbett wohl mit erheblichen Kosten (für Fundament und Verankerung des 3,3 Tonnen schweren Kolosses) verbunden gewesen wäre. Letztlich ausschlaggebend war, dass gestern auch das für die Ilm zuständige Ingolstädter Wasserwirtschaftsamt ein ausdrückliches Veto einlegte: Schon weil der feuerfeste Tresor wohl wassergefährdende Stoffe – Asbest – enthalte, dürfe er keinesfalls in der Ilm landen, erklärten Behördensprecher gegenüber Bürgermeister Hans Prechter. Zudem könne an dem Tresor angeschwemmtes Treibgut hängen bleiben, was bei Hochwassergefahr zu erheblichen Problemen führen könnte, warnte das Wasserwirtschaftsamt.

"Einerseits bedauern wir schon ein wenig, dass eine so spektakuläre Kunstaktion nun nicht durchgeführt werden kann", teilten Hans Prechter und Franz Schmuttermayr mit, andererseits müsse man die Bedenken des Wasserwirtschaftsamtes erst nehmen.

Damit wird der Stadt-Tresor also nicht zum Kunstobjekt, sondern soll weiter seinem ursprünglichen Zweck dienen. "Der Pfaffenhofener Geschäftsmann, der den Panzerschrank haben möchte, will der Stadt dafür freiwillig einen höheren dreistelligen Betrag spenden", so Hans Prechter und Franz Schmuttermayr. Und dieser Betrag solle dann – immerhin ein Trostpflaster für Pfaffenhofens Künstlerszene – in die ja nicht gerade gut gefüllte städtische "Kulturkasse" fließen und so zur Finanzierung eines anderen Kunstevents beitragen.

Robert Schmidl
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