Metropolregion Nürnberg

Metropolregion startet „coole“ Schnitzeljagd

Junge Leute sollen unter dem Titel „InnoHikes“ die Hightech-Highlights in der Metropolregion spielerisch kennenlernen

19.10.2022 | Stand 19.10.2022, 15:20 Uhr

Im Nürnberger Innovationslabor „Josephs“ präsentiert Finanzminister Alber Füracker (6.v.r.) „InnoHikes“. Foto: Pelke

Von Nikolas Pelke

Nürnberg – Rätsel lösen, Punkte sammeln und tolle Preise gewinnen – eine digital-analoge Schnitzeljagd startet als hybride Entdeckungstour durch technologische Leuchttürme in der Metropolregion Nürnberg. Finanz- und Heimatminister Albert Füracker (CSU) hat das Projekt namens „InnoHikes“ am Mittwoch im „Josephs“ in Nürnberg eröffnet.

Die virtuelle Schnitzeljagd ist laut Füracker kein Selbstzweck. „Wir wollen die Heimat der Kreativen werden“, betonte Füracker. Ohne Hochtechnologie und Innovationen werde die Metropolregion den Lebensstandard nicht halten können. Es gehe daher mehr denn je darum, einfach besser zu sein als andere Regionen. „Unsere Krisenzeiten brauchen wirtschaftliche Erfolge“, sagte Füracker vor dem Hintergrund hoher Inflation und steigender Preise in Folge des Ukraine-Krieges.

Mit der virtuellen Schnitzeljagd sollen Schüler und Studenten eine genauso unterhaltsame wie spannende Gelegenheit bekommen, die Hightech-Highlights in der Metropolregion spielerisch zu besuchen. Ziel der Kampagne sei laut Füracker, die Innovationskraft langfristig zu stärken. „Wir brauchen ein positives Image“, sagte Füracker und betonte, dass die neue App-gestützte Schnitzeljagd als digitales Leuchtturmprojekt genau an dieser Stelle ansetzen wolle. „Man muss heute cool sein. Und diese Schnitzeljagd ist cool“, freute sich Füracker.

Insgesamt beteiligen sich bei „InnoHikes“ über 20 Unternehmen, Hochschulen und Institutionen in der gesamten Metropolregion. Im Rahmen von über 50 Aufgaben und rund 100 Rätsel können die Spieler des Computerspiels zukünftige Arbeitgeber und innovative Ausbildungen erleben.

Dabei findet die Jagd nach Innovationen nicht nur virtuell im Netz, sondern auch hautnah vor Ort statt. Im „Couch-Potato-Modus“ können die Entdecker daheim auf dem Sofa auf Schnitzeljagd gehen. Im „Hiker-Modus“ können die Teilnehmer vor Ort die Aufgaben lösen. Spielstationen sind nicht nur Software-Unternehmen wie Datev in Nürnberg, sondern beispielsweise auch Hightech-Backhäuser wie Müller in Kronach, das mittlerweile sogar beim Brotbacken auf Künstliche Intelligenz setzt.

Gerade in den aktuellen Krisenzeiten sei es wichtig, dass man nicht nur die ganze Zeit jammert, so Füracker. „Wir müssen Hochtechnologie in der Metropolregion gerade jetzt stärken.“ Praktische Projekte wie die virtuelle Schnitzeljagd würden dabei helfen, die Vorteile der Zusammenarbeit zwischen Stadt und Land in Franken und der Oberpfalz im Rahmen der Metropolregion allen Bürgern beispielhaft vor Augen zu führen.

Die Entwicklung der „InnoHikes“-Schnitzeljagd hat der Freistaat Bayern mit 300000 Euro maßgeblich auf den Weg gebracht. Unterstützt wird das Projekt von dem Innovationslabor Josephs im Augustinerhof in der Nürnberger Altstadt. „Die Metropolregion besticht durch ihre Innovationskraft“, freute sich Klaus Wübbenhorst als Wirtschaftsvorsitzender der Metropolregion. „Es lohnt sich bei der Berufswahl in der Metropolregion umzuschauen“, teilte auch Erlangens Oberbürgermeister Florian Janik (SPD) als stellvertretender Ratsvorsitzender der Metropolregion per Videobotschaft mit.

HK