Ein Blick in die Wälder
Auftakt für das forstliche Gutachten in Großweingarten legt die Grundlage für das künftige Handeln

20.02.2024 | Stand 20.02.2024, 13:00 Uhr |

Abteilungsleiterin Elena Falk und Revierleiter Karl Engelhardt stellen das Aufnahmeverfahren vor. Foto: Neufanger

Das forstliche Gutachten wird alle drei Jahre von der Forstverwaltung erstellt und gibt Auskunft über den Zustand der Waldverjüngung und ihre Beeinflussung durch sogenannten Schalenwildverbiss und Fegeschäden. Für die unteren Jagdbehörden ist das Gutachten ein wichtiger Baustein für die Abschussplanung von Wild.

Zum Auftakt für das 14. forstliche Gutachten im Landkreis Roth hatte das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Roth-Weißenburg in den Staatswald bei Spalt eingeladen.

Abteilungsleiterin Elena Falk und Revierleiter Karl Engelhardt stellten gemeinsam vor, wie das Vorgehen bei den Inventuraufnahmen aussieht. Für jede Hegegemeinschaft wird ein Gutachten zur Situation der Waldverjüngung erstellt. Dabei sind die Försterinnen und Förster in den kommenden Wochen auf der Grundlage eines seit 1991 existierenden, bayernweiten Stichprobenverfahrens im Wald unterwegs.

Zum Auftakt waren Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer, Jägerinnen und Jäger sowie die interessierte Öffentlichkeit und Vertreter der zuständigen Jagdbehörden und des Bauernverbandes eingeladen. Spalts Bürgermeister Udo Weingart (CSU) betonte, wie wichtig angepasste Jagdstrategien für die Zukunft der hiesigen Wälder seien. Der Geschäftsführer des bayerischen Waldbesitzerverbandes, Hans Ludwig Körner, appellierte an die Jagdausübungsberechtigten, ihrer Verantwortung gegenüber den Waldeigentümern nachzukommen und im gemeinsamen Dialog zu bleiben.

Christian Roth, neu gewählter Leiter der Hegegemeinschaft Spalt, sicherte die Unterstützung des notwendigen Waldumbaus durch die Jägerinnen und Jäger zu. Er wies zudem auf die neuen Herausforderungen für die Jägerschaft durch den gestiegenen Erholungsdruck im Gebiet des Brombachsees hin.

Nach den einführenden Worten wurde ein Stichprobepunkt von Förster Karl Engelhardt aufgenommen. Für die Inventur werden dabei Faktoren wie die Baumart, die Höhe und vorhandener Schalenwildverbiss der jungen Waldbäume in der nachwachsenden Waldgeneration aufgenommen.

Durch viele Fragen entstand eine angeregte Diskussion zwischen allen Beteiligten. Am Ende der Veranstaltung wurde betont, wie wichtig ein offener und stetiger Dialog zwischen allen Betroffenen sei.

HK