Breitenbrunn
Bombastische Stimmung beim Faschingszug der Breitenbrunner Sternstecher

12.02.2024 | Stand 12.02.2024, 16:35 Uhr |

Bunt kostümiert zogen die Gruppen durch die Straßen von Breitenbrunn. Fotos: Sturm/Greiner

Rund 500 farbenfroh kostümierte Akteure in 33 närrischen Gruppen, fleißig aufspielende Musikanten, Motivwagen, einer schöner als der andere. Dicht gedrängt entlang der Umzugsstrecke haben die Narren beim Faschingszug am Sonntag in Breitenbrunn gefeiert. Es erklangen Faschingshits aus dicken Lautsprechern und trotz anhaltenden Nieselregen herrschte überall bombastische Stimmung beim Faschingsumzug in der Sternstecher-Hauptstadt Breitenbrunn.

In den Bars und Kaffeestuben ging es hoch her, der Stand mit Faschingskrapfen war dicht umlagert, große und kleine Faschingsfreunde sangen, schunkelten und tanzten, was das Zeug hielt. „Helau, Helau“ hallte es durch die Straßen des Marktfleckens, als sich kurz nach 14 Uhr der Zug von der Dürner Straße her in Bewegung setzte.

Unter dem Sternenhimmel auf der großen Bühne vor dem Haus des Gastes kommentierten, wie sie es schon eine gefühlte Ewigkeit lang tun, die Bruchpiloten Josef Kellermeier und Franz Kraus das lustige Geschehen. „Vom Wetter lassen wir uns den Spaß und die gute Laune nicht verdrießen.“ Mit diesen Worten stimmten die beiden die Faschingsfreunde auf das nachfolgende Remmidemmi ein. Die Blaskapellen aus Breitenbrunn und Mühlbach gaben den Takt vor mit Hits wie „Oh when the Saints go marching in“ oder „Schnaps, das war sein letztes Wort“. Langsam bahnten sich die Gruppen ihren Weg durch die Menge und präsentierten sich in voller Pracht.

Vorne weg marschierten wunderschön anzuschauende Haribo-Tüten, gefolgt von Astronauten in ihren silbernen Raumanzügen und einer wirbelnden Menge an Minions mit ihrem hellblauen Wagen. Meerjungfrauen in ihrer Unterwasserwelt wechselten sich ab mit Clowns, Tonie-Boxen und Rock’n’Rollern. Vom Berg herunter waren Kart-Fahrer gekommen. Wikinger verbreiteten weder Angst noch Schrecken, Dompteure bändigten ihre Löwen, feuerrote Teufel schwirrten durch die Von-Tilly-Straße und Spinnen sorgten für den ultimativen Kick. Die gallischen Helden Asterix und Obelix ließen wissen, dass es ohne Bauern keinen Zaubertrank gibt, rosarote Barbiepuppen erhielten tosenden Beifall, eine Affenbande kam im Monopoly-Look daher.

Dürnamo nahm das neue Baugebiet Buchäcker aufs Korn: „Bis hier der Erste baut, sind wir alt und ergraut.“ Eine klasse Performance boten die Gaudi-Franken mit ihren übergroßen, bunten Ballfangkörben. Zu guter Letzt grüßten, begleitet von den Gardemädels, Prinz Simon, Prinzessin Katharina und Hofmarschall Maximilian von einem großen Prunkwagen herunter die begeisterte Menge.

swp