Schrobenhausen

Vier Tage in Udo Lindenbergs Stadt verbracht

Das P-Seminar Musik des Schrobenhausener Gymnasiums auf den Spuren der musikalischen Attraktionen Hamburgs

24.11.2022 | Stand 24.11.2022, 11:00 Uhr

Organisierten einen Trip nach Hamburg: Eine viertägige Klassenfahrt – Pardon: eine Fahrt des P-Seminars Musik – haben Schrobenhausener Gymnasiasten gestaltet. Foto: Gymnasiums Schrobenhausen

Von Robin Kammerbauer

Schrobenhausen – Brahms, Beatles oder doch lieber Udo Lindenberg? Die Stadt Hamburg ist geprägt von den Spuren vieler namhafter Musiker und zählt als weltweit drittgrößte Musical-Spielstätte. Was liegt da näher für ein Musikseminar – wie das des Schrobenhausener Gymnasiums – als mal eine Reise nach Hamburg zu unternehmen?

Als die Projektseminare vor anderthalb Jahren vorgestellt wurden, war bei 14 Schülerinnen und Schülern die Begeisterung riesig, gemeinsam unter der Leitung von Angelika Sandt eine Reise nach Hamburg zu planen und schlussendlich auch in die Tat umzusetzen. Nachdem sich das Seminar im September vergangenen Jahres zusammengefunden hatte, ging die Planung zügig voran.

Nach Aufteilung des Seminars in Expertengruppen, wie „Sehenswürdigkeiten“ oder „Übernachtung“ und „Hin- und Rückfahrt“, fanden sich schnell Ergebnisse. Das Seminar entschied sich für Attraktionen innerhalb und außerhalb des Musikbezugs und die einzelnen Schritte der Planung wurden zielstrebig umgesetzt. Die Vorfreude wuchs ständig.

Ende des vergangenen Oktober begann die viertägige Reise nach Hamburg. Bereits um 6.15 Uhr traf sich die Schülergruppe in Begleitung der Lehrkräfte Jens Wedemeyer und Angelika Sandt am Schrobenhausener Bahnhof und kam knapp sieben Stunden später am Ziel an. Noch am gleichen Tag besuchten die Schüler die Klangmanufaktur, die heruntergekommene Steinway-Flügel generalüberholt und aufbereitet. Dort erhielt das Seminar nach eigenen Worten tolle Einblicke in einem ausführlichen Rundgang durch die Werkstatt und bekam die Möglichkeit, Fragen zu den einzelnen Tätigkeiten zu stellen.

Auch das Musical „Die Eiskönigin“ ließen sich die Jugendlichen nicht entgehen. In den darauffolgenden zwei Tagen lernten die Schrobenhausener die Stadt Hamburg in einer ausführlichen Führung genauer kennen und erfuhren die düstere Geschichte der Hansestadt im Hamburg Dungeon. Der Besuch des Museums für Kunst und Gewerbe ließ das Herz einiger Musikbegeisterter höher schlagen: Eine der vielen Ausstellungen dort zeigte eine exquisite Sammlung barocker Musikinstrumente, von denen die Schüler auch bereits im Musikunterricht erfahren hatten.

Den krönenden Abschluss der Reise bildete der Besuch eines Konzerts des Philharmonischen Staatsorchesters mit dem weltbekannten Starpianisten Evgeny Kissin im großen Saal der Elbphilharmonie, das sich als ein einmaliges Erlebnis für das gesamte Seminar herausstellte.

Durch die lange gemeinsame Vorbereitung wurde die Reise zu einem vollen Erfolg, waren sich die Teilnehmer einig. Sowohl die Schüler als auch die Lehrkräfte konnten ihr musikalisches Fachwissen vertiefen und die einzigartigen Eindrücke der Hafenstadt genießen.

Nun steht die Nachbereitung der Reise für das P-Seminar an: Hierzu sollen Stellwände Eindrücke über die Arbeit und die Reise des Seminars geben, sowie typisch hamburgische Kultur und Spezialitäten präsentieren.

SZ