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Eigentümerversammlung entscheidet im Juni über umstrittene Abschlepppraxis

Einigung in Sicht

Ingolstadt
erstellt am 23.05.2012 um 21:27 Uhr
aktualisiert am 31.01.2017 um 20:11 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (DK) Die Ansage ist klar. Der Ärger um den Abschleppdienst auf einem Edeka-Parkplatz beim Klinikum muss endlich aufhören. Ansonsten droht der Hauptmieter, Edeka Südbayern, mit harten Konsequenzen – bis hin zur Aufgabe des Standortes. Möglicherweise zeichnet sich bald eine Lösung ab.
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Ingolstadt: Einigung in Sicht
Zoff ist programmiert: Die Abschlepppraxis auf dem Parkplatz eines Geschäftshauses in Klinikum-Nähe sorgt für Ärger. Die Eigentümergemeinschaft entscheidet im Juni, wie es weitergeht. Arch - foto: Strisch
Ingolstadt
Bei der nächsten Eigentümerversammlung im Juni steht das Thema auf der Tagesordnung. Wie die Hausverwalterin des Wohn- und Geschäftshauses in der Krumenauerstraße, Johanna Rauscher, auf Anfrage des DK sagte, war der Beschluss der Eigentümer, rigoros abschleppen zu lassen, auf ein Jahr beschränkt. Man habe Erfahrungen sammeln und diese dann in einer neuerlichen Versammlung besprechen wollen. Auch über die Anschaffung einer Schranke soll dabei diskutiert werden. Die Ausfahrtskarte gebe es dann im jeweiligen Geschäft oder Lokal. Der Vorteil: Es gibt genügend Parkplätze für die Kunden. Der Nachteil: Die Eigentümer müssten für die Schrankenanlage rund 80 000 Euro in die Hand nehmen.

Das umliebsame Thema gärt seit Jahren. Der Parkplatz des Geschäftshauses war ständig zugeparkt. Sogar Klinikum-Angestellte hätten oft ihre Autos abgestellt, sagt die Hausverwalterin. „Es kann nicht sein, dass die Lokale leer sind, weil die Parkplätze voll sind.“

Der Druck von Edeka Südbayern, dem Hauptmieter des Geschäftshauses, könnte die Eigentümer jetzt freilich zum Umdenken bewegen. Die Hausverwalterin berichtet von einem E-Mail-Kontakt mit dem Eigentümer der Edeka-Ladenfläche. Wie berichtet, hatte Edeka-Sprecher Alexander Hippach für den Fall, dass sich nichts ändert, gedroht, eine Mietminderung geltend zu machen und, falls das nichts hilft, den Standort infrage gestellt. Der Markt wird, wie bei Edeka üblich, von einer eigenständigen Kauffrau geführt, Edeka Südbayern ist jedoch der Mieter der Ladenfläche. Und hat damit ein Druckmittel.

Unliebsame Erfahrungen hat auf dem Parkplatz auch der 79-jährige Martin Felbermeir aus Neuburg gemacht. Er war mit seiner Frau im Edeka-Markt einkaufen, ging dann zu einer Untersuchung ins Klinikum und wollte danach im Supermarkt noch einige Dinge, die gekühlt werden müssen, holen. Als er wiederkam, war sein Auto abgeschleppt. Er bekam es wieder: gegen 240 Euro.

 

Von Ruth Stückle
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