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Eichstätter Kreisverband der Grünen nominiert Thomas Knott als Direktkandidat für den Landtag

25-jähriger Student will es wissen

Eichstätt
erstellt am 22.01.2013 um 20:47 Uhr
aktualisiert am 31.01.2017 um 20:18 Uhr | x gelesen
Eichstätt (DK) Der Kreisverband Eichstätt der Grünen schickt eine Nachwuchshoffnung als Direktkandidat in den Landtagswahlkampf: Der Verband nominierte den 25-jährigen Studenten Thomas Knott.
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Eichstätt: 25-jähriger Student will es wissen
Die Grünen im Landkreis Eichstätt haben nominiert: Als Direktkandidat für den Landtag wählten sie Thomas Knott (3. von links) und als Direktkandidat für den Bezirkstag Albert Dirsch (4. von links). Der neu gewählte Kreisvorstand um Manuela Knipp-Lillich (rechts) gratulierte. - Foto: baj
Eichstätt
Für einen Sitz im Bezirkstag bewirbt sich Albert Dirsch als Direktkandidat. Vor den Wahlgängen stellten sich die Kandidaten vor. Knott tat dies sehr ausführlich: Geboren ist er in Eggenfelden, aufgewachsen in Trostberg bei Traunstein. Eine prägende Figur für ihn war Sepp Daxenberger, der ebenfalls im Landkreis Traunstein lebte. Bereits früh, 2003, trat Knott bei den Grünen ein und engagierte sich sofort. Er gründete den Ortsverband Trostberg mit und war zwei Jahre im Vorstand. Innerhalb von drei Jahren wuchs dieser Ortsverband von fünf auf 50 Mitglieder. Ebenso hob er die Grüne Jugend vor Ort mit aus der Taufe. 2007 zog Knott nach Eichstätt, um zu studieren: Lehramt für Gymnasien in den Fächern Deutsch und Geschichte. Zwei Jahre war er Sprecher der Grünen Hochschulgruppe an der KU.

„Inhaltlich liegt mir als angehender Lehrer selbstverständlich das Thema Bildung am Herzen“, führte der 25-Jährige aus. Im Falle einer Wahl in den Landtag würde er sich für Ganztagsschulen einsetzen, doch – wie er betonte – als zusätzliches Angebot, nicht als Zwang. Zudem spricht er sich für Gemeinschaftsschulen aus, damit Kinder aus sozial schwachen Familien bessere Bildungschancen bekämen. Auch Inklusion sei ein großes Thema, also der gemeinsame Unterricht von behinderten und nicht behinderten Kindern. Ebenso würde er sich für Migranten starkmachen. Für ihn gebe es zwei zentrale Sätze: „Jedes Kind sollte eine faire Chance erhalten“ und „Man muss aus Alternativen wählen können“. Natürlich mache er sich für die Abschaffung der Studiengebühren stark und für „Geschlechtergerechtigkeit“. In Hinblick auf die Wahl formulierte er als persönliches Ziel, sieben bis acht Prozent der Stimmen zu holen. Knott wurde einstimmig nominiert.

Als Direktkandidat für den Bezirkstag wird Albert Dirsch antreten – bereits zum dritten Mal. Der promovierte Orthopäde aus Emsing mit Praxis in Eichstätt ist seit 20 Jahren Mitglied im Kreistag und sitzt im Aufsichtsrat der Kliniken im Altmühltal. Da der Bezirk ein Budget für die Krankenversorgung habe, sehe er hier einen Schwerpunkt künftiger politischer Arbeit. Das „Outsourcing“ bei den Krankenhäusern gehe zulasten der Mitarbeiter. „Die Leute, die mit den Patienten arbeiten, sollten entsprechend vergütet werden“, forderte er. Nachdem der Bezirk auch für die Themen Heimat und Traditionspflege zuständig ist, sieht Dirsch hier ein weiteres Betätigungsfeld, schließlich ist er Mitglied im Jurahausverein. „Der Bezirk gibt in diesem Bereich Geld, das aber oft nicht abgerufen wird“, wies Dirsch hin. Er wolle im öffentlichen Bewusststein verankern, dass Denkmäler etwas Wertvolles sind. Auch Albert Dirsch wurde einstimmig nominiert.

Die Versammlung, zu der etwa ein Dutzend der insgesamt rund 30 Mitglieder des Kreisverbandes gekommen war, beschäftigte sich in erster Linie mit Wahlen. Denn an diesem Abend wurde turnusgemäß auch der Vorstand neu gewählt.

Hier gab es Änderungen: Manuela Knipp-Lillich wurde als eine der beiden Vorsitzenden bestätigt. Ihr zur Seite steht künftig Dietmar Schreiber aus Gungolding. Thomas Knott, der diese Stelle bisher innehatte, will sich ganz auf die Landtagswahl konzentrieren und kandidierte nicht mehr. Als Beisitzer bleibt er dem Vorstand erhalten. Außerdem will er sich weiter um die Kasse kümmern. Schriftführer bleibt Christian Hübner. Erhöht wurde die Zahl der Beisitzer, von zwei auf vier: Thomas Knott, Barbara Rakow, Sebastian Piaskowski und Stefan Hell werden sich hier einbringen.

Von Josef Bartenschlager
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