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Bürgermeisterin informiert bei einem Ortstermin Landtags- und Bezirkstags-Kandidaten

Parkplatznot am Regionalbahnhof

Kinding
erstellt am 06.05.2018 um 19:16 Uhr
aktualisiert am 10.05.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Kinding (EK) Bei einem Treffen mit den Kandidaten der bevorstehenden Landtags- und Bezirkstagswahl berichtete Kindings Bürgermeisterin Rita Böhm von der akuten Parkplatznot am Kindinger Regionalbahnhof.
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Morgens um 9 Uhr sind insbesondere an Werktagen alle Parkplätze am Kindinger Bahn-Parkplatz belegt.
Morgens um 9 Uhr sind insbesondere an Werktagen alle Parkplätze am Kindinger Bahn-Parkplatz belegt.
Foto: Lund
Kinding
Der Kindinger Bahnhof kann zu Fuß, mit dem Rad, per Bus, Taxi oder mit dem privaten PKW angefahren werden. Wer allerdings sein Auto dort abstellen möchte, muss am Morgen früh dran sein oder Glück haben, einen der 140 Stellplätze zu bekommen. Diese reichen an Werktagen und bei größeren Events in den Metropolen schon lange nicht mehr aus. Immer wieder kommen heftige Beschwerden aus der Bevölkerung, dass nicht ausreichend Parkmöglichkeiten vorhanden sind.

Besonders schlimm sei es zu Zeiten der Wiesn in München und des Christkindlmarkts in Nürnberg, erzählt die Bürgermeisterin bei einem Ortstermin den Kandidaten für die Landtags- und Bezirkstagswahl. "Der Bedarf für die doppelte Anzahl an Parkplätzen ist auf jeden Fall da", ist sich Böhm sicher. Weitere Parkflächen stehen zwar auf der Wiese bei den Tennisplätzen bereit, für die man aber zusätzliche Wegzeit einplanen muss. Im Winter und bei Regenwetter sind diese aber selten nutzbar. Doch "ein Aufschottern auf Kosten der Gemeinde wurde von der Bahn nicht gestattet", berichtete Böhm.

Schon das zeige, wie schwierig die Kooperation mit der Deutschen Bahn AG in dieser Sache ist. Denn diese und weitere Flächen sind im Eigentum der Bahn. Um den Ankauf dieser Fläche bemüht sich Böhm seit langem, würde gerne das Ankaufsrecht ausüben, das die Gemeinde für diese Grundstücke hat. Trotz Unterstützung einer Sachbearbeiterin sind die Hürden von Seiten der Bahn hoch, die Zuständigkeiten immernoch ungeklärt, berichtete Böhm. "Auch beim Fahrgastverband der Bahn haben sich Kunden beschwert", weiß die Bürgermeisterin zu berichten. Dieser wollte die Kommune in die Pflicht nehmen. "Wir gehen nun davon aus, dass diese Stelle uns bei den Verhandlungen unterstützt" sagte Böhm und hofft, dass hier Bewegung in die Sache kommt.

Denn es sind ja die Bahnkunden, die davon profitieren. Und von denen kommen die wenigsten aus der Gemeinde Kinding, sondern aus dem ganzen Landkreis Eichstätt, den Landkreisen Roth, Neumarkt sowie aus Kelheim und Weißenburg-Gunzenhausen, weiß Böhm. Die Kennzeichen der Autos bestätigen dies. Böhm kritisierte, dass die Bahn nicht verpflichtet ist, für Parkplätze der Bahnkunden zu sorgen. Daher landet das Problem bei der Kommune und beim Landkreis. Dieser hat inzwischen ein eigenes Programm aufgelegt, um die Finanzierung von Parkplätzen an den Pendler-Bahnhofen finanziell zu fördern. Aber ohne, dass die Bahn die Flächen an die Kommunen zu einem fairen Preis verkauft, können diese Parkplätze nicht gebaut werden. Solange wird die Parkplatznot am Kindinger Bahnhof weiter für Unmut sorgen und das Parkverbotsschild eindringlich darauf hinweisen, dass das Parken nur auf den markierten Stellflächen erlaubt ist, und die Rettungswege und Haltezonen für Busse freizuhalten sind. Eine Kooperation zwischen Deutscher Bahn AG und Kommune wäre für alle eine echte Win-Win-Situation, nicht zuletzt auch für das Klima.
Sabine Lund
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