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Klosterschwester Hildegard Dubnick aus Colorado war für zwei Monate in St. Walburg

Besuch aus Amerika

Eichstätt
erstellt am 15.02.2018 um 18:51 Uhr
aktualisiert am 19.02.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Eichstätt (EK) Besuch aus den USA hatten die Klosterschwestern von St. Walburg: Zwei Monate lang war Schwester Hildegard Dubnick aus Virginia Dale in Colorado von der "Abbey of St. Walburga" zu Gast und genoss den Austausch mit den Eichstätter Nonnen.
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Eichstätt: Besuch aus Amerika
Foto: DK
Eichstätt

"Es war eine sehr schöne Zeit, in der ich viele neue Erfahrungen und Eindrücke sammeln konnte", resümierte Schwester Hildegard in einem Gespräch mit dem EICHSTÄTTER KURIER. "Es ist schon sehr praktisch und etwas Besonderes, wenn man sich direkt auf Deutsch unterhalten kann und keinen Dolmetscher braucht", stellte sie während ihres Klosteraufenthalts in Eichstätt fest. Nach der High School studierte Schwester Hildegard - wenige Jahre vor ihrem Eintritt ins Kloster - an der Washington University in St. Louis und an der Northwestern University Vergleichende Sprachwissenschaften und Deutsch. Außerdem verbrachte sie insgesamt zwei Jahre in Deutschland - an der Tübinger Universität sowie als Sprachassistentin an einem Gymnasium in Germersheim am Rhein.

In ihrer Abtei ist Schwester Hildegard eine der wenigen Amerikanerinnen, die Deutsch sprechen. Daher war bald klar, dass sie es sein sollte, die nach Eichstätt geschickt wird, um den Kontakt zu einem Kloster derselben Föderation - nämlich der der bayerischen Benediktinerinnenabteien - aufrechtzuerhalten und zu pflegen. Mittlerweile mag es etwas seltsam anmuten, dass die "Abbey of St. Walburga" in Colorado zur Föderation der Bayerischen Benediktinerinnenabteien gehört. Doch diese Konstellation ist historisch bedingt und lässt sich auf das Eichstätter St.-Walburg-Kloster zurückführen. Bereits 1852 schickte Priorin Eduarda Schnitzer aus Eichstätt - im Zuge der Gründung und Verbreitung des Benediktinerordens in den USA durch den Mettener Mönch Bonifaz Wimmer - die ersten Klosterschwestern nach Amerika. In Pennsylvania wurde damals von ihnen das erste Benediktinerinnen-Kloster in Nordamerika gegründet.

Mehr als 80 Jahre später zieht Schwester Augustina Weihermüller - ebenfalls eine St.-Walburg-Nonne aus Eichstätt - 1935 nach Colorado, um dort in Boulder das Benediktinerinnenkloster St. Walburga aufzubauen. 1950 kehrt die Klosterschwester, die mittlerweile die amerikanische Staatsbürgerschaft erhalten hat, nach Eichstätt zurück und wird Äbtissin von St. Walburg. In das Kloster St. Walburga in Boulder tritt 1987 Schwester Hildegard ein. 1997 geht die Gemeinschaft nach Virginia Dale, weil das alte Gebäude zu klein geworden war. Die Abtei erfreut sich im Moment ebenfalls großer Beliebtheit, befinden sich derzeit doch neun Schwestern im Noviziat, "eine einmalige Situation", wie Schwester Hildegard es beschreibt.

Von Theresia Asbach-Beringer
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