Samstag, 15. Dezember 2018
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Bürgerinitiative gegen die Juratrasse zieht Zwischenbilanz und verteilt die Aufgaben

Der Protest organisiert sich

Zell
erstellt am 19.11.2018 um 18:27 Uhr
aktualisiert am 23.11.2018 um 03:34 Uhr | x gelesen
Zell (khr) Ein riesiges Aufgebot an Mitstreitern war zum ersten Organisationstreffen der Bürgerinitiative (BI) gegen die Stromtrasse P 53 in Zell erschienen. Zu Beginn gab Sprecher Bernd Mayr einen kurzen Abriss über die Aktionen der BI.
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Hradetzky/Palm
Zell
Am Reformationstag warteten Bürger der Großgemeinde, darunter viele Kinder, mit selbst gebastelten Trassenkreuzen medienwirksam vor der Münchner Staatskanzlei auf, um ihren Unmut über den überdimensionierten Netzausbau kundzutun. Es folgte ein Besuch in Redwitz, wo Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) versuchte, sich der Kritik der Bürgerinitiativen zu stellen. Die Begegnung mit Altmaier sei, so Mayr, nicht nur ein großer Erfolg gewesen. Sie zeige, dass sich etwas bewege. Hierfür spreche auch die Absicht des bayerischen Wirtschaftsministers Hubert Aiwanger (FW), bestehende Projekte zum Netzausbau zu überarbeiten. Mayr betonte, dass es sich bei dem Widerstand um eine parteienübergreifende Angelegenheit handle und nicht um eine reine Freie-Wähler-Aktion. Im Anschluss beleuchtete die ehemalige Bundestagsabgeordnete Eva Bulling-Schröter (Die Linke) - früheres Mitglied der Bundesnetzagentur und mittlerweile Unterstützerin der Bürgerinitiativen - die Argumente der Stromtrassen-Befürworter, um diese anschließend pointiert zu entkräften. In einem Abschlussplädoyer betonte sie: "Es ist wichtig, dass sich die Leute wehren - gemeinsam mit Bürgermeister und Landrat."
Beim Organisationstreffen der Bürgerinitiative sind die Aufgaben verteilt worden. Auch die ehemalige Bundestagsabgeordnete Eva Bulling-Schröter war zu Gast.
Beim Organisationstreffen der Bürgerinitiative sind die Aufgaben verteilt worden. Auch die ehemalige Bundestagsabgeordnete Eva Bulling-Schröter war zu Gast.
Hradetzky/Palm
Zell



Denselben Tenor schlug daraufhin der Maschinenbautechniker Josef Gilch an, indem er mit Verweis auf mehrere Studien die gesundheitlichen Auswirkungen eines Trassenbaus zusammenfasste. Abgesehen davon, dass die geplanten Leitungen eine Leistung von zwei Kernkraftwerken hätten und damit eine sehr hohe Belastung durch elektrische und magnetische Strahlen nach sich zögen, drohten gesundheitliche Gefahren. Martin Hengl merkte an, dass der Trassenausbau die gesamte Großgemeinde betreffe, nicht nur einzelne Ortsteile. Denn schließlich müsse jeder Verbraucher die Netzentgelte an die Netzbetreiber bezahlen und finanziere damit den Netzausbau.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete die Verteilung der Posten der Bürgerinitiative: Christian Sippl wird sich um die WhatsApp-Gruppe kümmern, den Facebook-Auftritt betreut Angeliki Gleixner-Egert, Katrin Hradetzky und Gleixner-Egert übernehmen die Pressearbeit, als künftige Sprecher der BI fungieren Markus Sturm, Alexander Paulus, Josef Gilch, Marlene Gmelch-Werner, Traudl Adlkofer, Rainer Eisenschenk sowie Bernd Mayr, Martin Kuffer wird Kassier.
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