Vielfalt macht Lange Nacht zu etwas Besonderem

16.03.2009 | Stand 03.12.2020, 5:07 Uhr |

Thalmässing (occ) Bereits zum dritten Mal hat die "Lange Nacht im Bunker" am Wochenende stattgefunden – mit vielen Gästen, die die insgesamt sechs Programmpunkte bewunderten. Auch dieses Jahr hatten das Bunker-Team und einige andere Helfer unter der Leitung von Hans Seidl wieder ein vielfältiges Programm auf die Beine gestellt. "Diese Vielfalt ist es, die die Lange Nacht immer wieder zu etwas Besonderem macht", schwelgte Seidl in den Erinnerungen an die vergangenen zwei Jahre.

An diesem Abend begann die Nacht mit dem Heidecker Filztheater. Zuvor konnte man sich jedoch mit Getränken oder etwas Essbarem eindecken. Neben den Kindern, die gespannt auf Kissen am Boden saßen, warteten auch viele Erwachsene auf den Auftritt. Zuerst war eines der Stücke für Kinder an der Reihe. Die Hexe Irma mit den großen Füßen brachte die Kleinen zum Lachen. Und als dann der Drache Otto mit seinem unverkennbaren sächsischen Dialekt auftrat, konnte sich auch der Letzte ein Grinsen nicht mehr verkneifen. Danach folgten einige Stücke für Erwachsene, die in Anlehnung an Loriot gestaltet waren. Die meisten Lacher brachten hierbei wohl die "Herren im Bad" mit den zwei nackten männlichen Filzfiguren, die sehr detailgetreu gestaltet waren. Vor allem die weiblichen Besucher amüsierten sich köstlich. Nach der Vorstellung durfte man sich die Figuren aus der Nähe ansehen. "Aber nur mit den Augen!", wie Jacqueline Wilcke betonte. Normalerweise spielten sie ihr Koffertheater meist vor Kindern. Außerdem seien sie keine Profispieler, sondern betrieben dies als Hobby, so Wilcke. Gleich im Anschluss widmete sich das Folk Duo mit Günther Harms der Musik. Mit Klassikern wie "Dust in the Wind" heizten die beiden der Menge ein. Vor allem die Interpretation von "What a wonderfull world" erfreute die Gemüter, wie man an den Gesichtern der Zuhörer erkennen konnte. Nach dieser schwungvollen Vorführung ging es nun wieder etwas ruhiger zu. Die Besucher wechselten in die Kirche, in der der Gymnasiallehrer Gerhard Meyer vorlas. Gleich zur Begrüßung stimmte Meyer die Besucher darauf ein, was sie erwarten würde: "Ich werde teilweise im nürnbergerisch fränkischen Dialekt vorlesen, ansonsten jedoch in deutsch." Mit solchen Sprüchen brachte er die Zuhörer immer wieder zum Schmunzeln und Lachen.

Während der Lesung in der Kirche wurden im Bunker schon die Vorbereitungen für den Auftritt der Thalmässinger Swing Connection getroffen. Als sie dann zu spielen begannen, begeisterten sie ab der ersten Sekunde mit ihrer swingenden Musik. Nach diesem Genuss für die Ohren, gab es dann wieder ein Schmankerl für die Augen. Die "Lichtshow Radiant Audiovision Arts" aus Eichstätt zauberte ein gigantisches Spiel aus Lichtern in die Kirche. Immer wieder ging ein Raunen durch die Zuschauer. Um dann den Abend abzuschließen, wurde ein Nachtgebet gehalten.