Wolnzach

Viel Glanz, ein kleiner Makel

Mit dem Volksfest-Verlauf sind Geschäftsleute und Marktgemeinde im Großen und Ganzen zufrieden

20.08.2017 | Stand 02.12.2020, 17:37 Uhr

Volles Festzelt: Die Wahl zur Hopfenkönigin war wieder ein Höhepunkt beim Wolnzacher Volksfest.

Wolnzach (WZ) Noch steht das große Finale heute Abend bevor, aber den bisherigen Verlauf des Wolnzacher Volksfests beurteilen Wirte, Fieranten und die Marktgemeinde bisher positiv. Ungewöhnlich waren laut Ordnungsamt nur die Pöbeleien am Anfang, doch danach sei es größtenteils ruhig geworden.

Wegen der Schlägereien rund ums Volksfest von der Nacht zum Auftakt musste das Ordnungsamt inzwischen hart durchgreifen. "Das war schon ungewöhnlich an einem einzigen Tag", so Michael Fricke vom Ordnungsamt. Insgesamt mussten fünf Betretungsverbote ausgesprochen werden, dabei gingen drei an Wolnzacher, eines nach München und eines nach Geisenfeld. Fricke erwartet nicht, dass die Betroffenen wiederkommen. "Sonst wartet ein Bußgeld von 300 Euro", zumal der Sicherheitsdienst sie sofort erkennen dürfte.

Auch die Geisenfelder Polizei zieht eine pragmatische Bilanz: "Am ersten Wochenende gab es ein paar Rangeleien, aber nichts Ungewöhnliches", sagt Polizist Kay Heller. Für die Nacht auf den letzten Samstag meldet die Polizei noch eine Schlägerei: Zwei Kollegen waren in Streit geraten, ein 37-Jähriger aus Wolnzach schlug dabei mit einem Longdrink-Glas auf den Kopf eines 45-Jährigen aus Vohburg ein. Der Wolnzacher muss ebenfalls mit einem Betretungsverbot rechnen, so die Polizei. Heller erklärt noch, dass ihm keinerlei Beschwerden von Anwohnern wegen des Lärms bekannt seien. "Ein ruhiges, gediegenes Volksfest bisher", so Heller.

Das macht sich auch in den Kassen von Festwirt Helmut Berger bemerkbar. "Wir sind am Anfang gut gestartet", sagt er, insgesamt könne man bisher zufrieden sein. Das Wetter habe man sich als Ausschankbetreiber nicht besser wünschen können: Weder zu kalt noch zu hitzig wurde es, so dass sich die tropischen Zustände in Grenzen gehalten haben. Neue Ausschankrekorde erwartet Berger allerdings nicht. "Es gab auch immer wieder ruhige Tage", so der Festwirt. Zum Beispiel der Donnerstag mit dem Seniorennachmittag habe insgesamt nicht so viele Besucher angezogen. "Die Leute können ja nicht jeden Tag Vollgas geben", so Berger. Nun hofft er auf einen krönenden Abschluss.

Auch die Fieranten sind mit ihrem Geschäft zufrieden, sagt Fricke, der täglich mit ihnen im Gespräch ist. Am meisten Besucher habe heuer wieder die Showband am Mittwoch und die Hopfenköniginnenwahl angezogen, in beiden Fällen war das Zelt voll, das für 2400 Besucher Plätze bietet.

Heute startet um 10 Uhr der Kreisbauerntag im Festzelt mit einem Vortrag des "Bauern Willi" zum Thema "Das Dilemma der Essensmacher". Beim Ausklang ab 19 Uhr geht die Party dann noch einmal richtig los, wenn die Showkapelle Kniabiesla spielt.