Schrobenhausen

Verstärkung für die Geburtenklinik

SZ TRIFFT Valentin Klant, der das Chefärzteteam des Kreiskrankenhauses ergänzt

20.05.2014 | Stand 02.12.2020, 22:40 Uhr

Von Schwabach nach Schrobenhausen: Valentin Klant ist neu im Leitungsteam der Geburtshilfe am Kreiskrankenhaus - Foto: Wöhrle

Schrobenhausen (SZ) Das Kreiskrankenhaus Schrobenhausen hat einen Nachfolger für Bernhard Klemm gefunden, der die Klinik Ende des vergangenen Jahres verlassen hat. Valentin Klant gehört seit dem 1. Mai zum Team und leitet zusammen mit Wolfram Prell die Frauen- und Geburtenklinik am Kreiskrankenhaus.

Geschäftsführer Dietmar Eine ist glücklich über die personelle Verstärkung. „Die Geburtenklinik steht auf stabilen Füßen“, versichert er. Derzeit kommen am Kreiskrankenhaus Schrobenhausen circa 260 Kinder im Jahr zur Welt. Künftig könnten es sogar noch mehr sein. „Wenn die Entwicklung so weitergeht, können wir von 300 Geburten jährlich ausgehen“, betont Eine. Damit sei die Zukunft der Geburtenabteilung am Kreiskrankenhaus gesichert. „Da gibt es gar nichts, was daran rüttelt“, unterstreicht der Geschäftsführer. „Da wir ein kommunales Haus sind, stellen wir uns der Verantwortung.

Mit kommunalen Kliniken kennt sich auch der neue Leitende Arzt Valentin Klant aus. Er ist aus Schwabach bei Nürnberg nach Schrobenhausen gewechselt. Dort war der 51-jährige promovierte Mediziner am Stadtkrankenhaus neun Jahre lang Chefarzt für Gynäkologie und Geburtshilfe. Ursprünglich stammt Klant aus Paderborn. Als Fußballfan hat er beim jüngsten Aufstieg des SC Paderborn in die Erste Bundesliga mitgefiebert. Schon bald zog es Klant in die Ferne. Zum Studium ging er nach Ulm. Sein praktisches Jahr absolvierte er in Israel. Und nach dem Studium verbrachte er zweieinhalb Jahre als Arzt im Praktikum in Israel. Dort hat er auch seine Frau kennengelernt, eine Hebamme und Krankenschwester. Die beiden haben zwei Kinder, eine Tochter und einen Sohn.

Klants beruflicher Schwerpunkt liegt bei der Geburtshilfe. „Das war eine der Hauptmotivationen für mich, dieses Fachgebiet zu machen“, betont er. Auch weiterhin will er vor allem in diesem Bereich tätig sein. Darüber hinaus hat er sich aber auch auf Operationen spezialisiert, vor allem auf Karzinomoperationen, Bauchspiegelungen und Beckenbodenrekonstruktionen. Seine Entscheidung, wieder an einem kommunalen Krankenhaus zu arbeiten, fiel nicht von ungefähr. „Die wohnortnahe Versorgung ist für mich wichtig“, sagt er.

Von Schrobenhausen hat Klant bisher noch nicht viel gesehen, aber immerhin schon einen ersten Eindruck gewonnen. Und der fällt überaus positiv aus. „Schrobenhausen wirkt auf mich wie eine Kurstadt“, meint er. Anders als viele Einwohner, die die Bürgerversammlungen immer wieder gerne dazu nutzen, um sich über Schmutz und herumliegende Abfälle zu beschweren, findet Klant „alles sehr sauber“ in der Stadt.