Seit 40 Jahren im Dienst der Allgemeinheit

07.01.2009 | Stand 03.12.2020, 5:18 Uhr |

Walter Krach (3. v. l.) wird für seine 40-jährige aktive Mitgliedschaft geehrt. - Foto: Ochsenkühn

Zell (occ) Mit viel Applaus wird Walter Krach von den zahlreichen Mitgliedern bei der Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Zell empfangen. Seit 40 Jahren ist er aktives Mitglied der Wehr. Er erhält dafür eine Urkunde und ein Abzeichen, welche ihm vom Hilpoltsteiner Bürgermeister Markus Mahl überreicht werden. "Auch wenn ich wegen der Feuerwehr einige andere Dinge vernachlässigen musste, war es trotzdem eine schöne Zeit", erinnert sich Krach. Auch Wolfgang Gschrey soll geehrt werden, ist aber an diesem Tag verhindert.

Ebenso großen Jubel wie Krach erhält Marion Gruber, die als erste Frau in der Geschichte der Feuerwehr Zell von der Jugendfeuerwehr in den aktiven Dienst aufsteigt. Laut Mahl seien dies und die Förderung der Jugend Schritte in die richtige Richtung für die Zukunft.

Natürlich war auch die Vergangenheit Thema der Versammlung. Das Jahr 2008 hatte neben den vielen Festen, auf denen sich die Zeller Feuerwehr stets präsentierte, auch wieder zwölf Einsätze gebracht. Fünf Mal musste die Feuerwehr zu Bränden ausrücken. Darunter auch ein Baumbrand in Zell, der durch einen Blitzeinschlag verursacht wurde. "Der Baum rauchte so stark, dass man dachte, da sitzt einer drin und raucht Pfeife", erzählt Kommandant Franz Gruber mit einem Schmunzeln. Weiter berichtet Gruber von einer technischen Hilfeleistung wegen Sturmschäden und von zwei Sicherheitswachen beim Sommerfest von Regens Wagner Zell und beim Martinszug.

Jedoch habe es auch wieder vier Mal Fehlalarm gegeben, von denen zwei sogar innerhalb zweier Tage gewesen seien, so Gruber. Aber das solle die Zeller Feuerwehr nicht daran hindern, trotz des einen oder anderen Fehlalarms jeden Einsatz ernst zu nehmen. Um den Schutz der Bürger zu gewährleisten, seien 2008 außerdem zahlreiche Übungen durchgeführt worden. Äußerst wichtig seien hierbei die Atemschutzübungen, da diese auch bereits bei kleinen Bränden sehr hilfreich sein könnten. Zudem wird einstimmig beschlossen, dass das "Bruder-Odo-Fest" auch dieses Jahr wieder stattfinden wird. Danach führt die Frage, ob das Tragen des Sarges bei Beerdigungen weitergeführt werden soll, zu einer langen Diskussion. In der Vergangenheit war es nicht immer leicht, die nötigen Leute zu organisieren. Eine Entscheidung wird vertagt.