Eichstätt

Priesterjubiläum an Pfingsten

Weihbischof Adolf Bittschi feiert sein 40-jähriges Wirken als Geistlicher

02.06.2017 | Stand 02.12.2020, 18:00 Uhr

Jubilar Adolf Bittschi zelebriert besonders gerne in seiner früheren Heimat Wellheim den Gottesdienst. In diesem Jahr hat er 40-jähriges Priesterjubiläum, das am Pfingstsonntag gefeiert wird. ‹ŒArch - foto: Gampl

Eichstätt/Wellheim (HK) Weihbischof Adolf Bittschi Mayer kann in diesem Jahr auf 40 Jahre priesterliches Wirken zurückblicken. Dies ist Anlass für die Pfarrei Wellheim und die gesamte Pfarreiengemeinschaft Urdonautal, am Pfingstsonntag, 4. Juni, ein besonderes Fest zu veranstalten.

Gestartet wird um 15.30 Uhr mit einem Standkonzert im Pfarrhof. Ab 15.50 Uhr formiert sich der Festzug zur Pfarrkirche St. Andreas. Neben dem Jubilar, den Konzelebranten und dem liturgischen Dienst werden die Fahnenabordnungen der Vereine mitmarschieren. Beim Pontifikalamt um 16 Uhr werden die Teilnehmer Gott für die Berufung Bittschis danken. Musikalisch wird die Festmesse vom Kirchenchor-Singgemeinschaft Konstein-Wellheim unter der Leitung von Gerhard Reissig gestaltet. Nach dem Gottesdienst besteht die Möglichkeit zur Begegnung mit dem Jubilar im Pfarrheim.

Adolf Bittschi wurde am 1. Dezember 1950 in Ingolstadt geboren. Gerne erzählt er darüber, dass es widrige Umstände waren, die dafür sorgten, dass in seiner Geburtsurkunde nicht Wellheim, sondern Ingolstadt als Geburtsort vermerkt ist. Seine Großtante Paula, die in Wellheim als Hebamme tätig war, hatte Angst um Mutter und Kind und veranlasste damals die Entbindung in einer Ingolstädter Klinik. "Beheimatet fühle ich mich jedoch immer in Wellheim. Hier bin ich oft in den Ferien gewesen. Hier liegen meine Wurzeln, und auf dem wunderschönen Friedhof ruhen meine Eltern", sagte der Jubilar bei einem seiner Besuche. Nach seinem Studium der Philosophie und Theologie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, in Jerusalem sowie an der Universität San Anselmo in Rom wurde Bittschi am 18. Juni 1977 zum Priester für das Bistum Eichstätt geweiht. Während seiner Kaplanzeit wurde er zunächst in Lauterhofen und dann in Nürnberg eingesetzt.

Seit 1983 ist Weihbischof Bittschi als sogenannter "Fidei-donum"-Priester für die Erzdiözese Sucre/Bolivien freigestellt. Dort war er zunächst ein Jahr in der Stadt Camargo tätig und wechselte danach als Pfarrer in die Landgemeinde Incahuasi. Als "Padre Adolfo" wirkte er in den Anden sehr segensreich. Unermüdlich sammelte er über Jahrzehnte hinweg Spendengelder in Deutschland für die Not leidenden Menschen der Kirche von Sucre. Mit Hilfe aus der Heimat konnte er ein großes Trinkwasserprojekt mit 40 Kilometer Leitungen realisieren sowie die Schulspeisung für bis zu 15 000 Kinder einführen. Dafür und auch für die Spenden an Weihnachten über Adveniat ist er sehr dankbar.

Papst Benedikt XVI. ernannte Bittschi am 15. Mai 2008 zum Weihbischof von Sucre mit dem Titularsitz von Nigizubi in Afrika. Die Bischofsweihe erhielt er am 8. August in der Kathedrale der bolivianischen Hauptstadt Sucre. Der Ostergruß des Auferstandenen "Pax vobis" ("Friede sei mit euch") ist das Leitwort von Bischof Adolf, denn es ist der Friede, den sich alle in der angespannten politischen Situation in Bolivien, aber auch in Deutschland und weltweit wünschen.