Eichstätt

Musik in der Stadt des langsamen Flusses

Slow River Sessions wollen lokale Bandkultur fördern - Konzertabend am Mittwoch im Gutmann

21.01.2018 | Stand 02.12.2020, 16:55 Uhr
Die Eichstätter Band Reynard and the Raven spielt auf der ersten "Slow River Session" im Gutmann am kommenden Mittwoch, 24. Januar. −Foto: privat

Eichstätt (EK) Live-Musik ist wieder im Kommen. Das meint die Initiative "Slow River Sessions". Nach Jahren der Flaute in der lokalen Bandkultur lebe sie nun dank neuer Probenräume wieder auf. Jetzt brauche es regelmäßig Konzerte - am kommenden Mittwoch, 24. Januar, geht es im Gutmann los.

Die Slow River Sessions sollen eine weitere Veranstaltungsreihe für Live-Musik in Eichstätt sein, wenn es nach den Initiatoren geht. Einer von ihnen ist Julian Bernecker. "Nicht, dass es in Eichstätt kein Angebot an Live-Veranstaltungen gibt", meint er. Nur leider fänden diese zu unregelmäßig statt oder deckten nur ein bestimmtes Genre ab. Da wollen Bernecker und seine Mitstreiter ansetzen. Die Slow River Sessions sollen dabei aber nicht nur für das junge Publikum interessant sein. "In vergangenen Tagen waren Konzerte eine Institution, Musik vom Band gab es wenig", lautet die Einschätzung der Initiatoren. "Auch in Eichstätt erinnern sich viele an Bands und Orte, die ihre Abende prägten." Musik, gerade live, hinterlasse Spuren und Erinnerungen.

Das sollen die Sessions, die nach der Altmühl, einem besonders langsam fließenden Gewässer, benannt sind, wieder nach Eichstätt bringen. "Dabei soll keinesfalls nur auf lokale Bands abgezielt werden", teilen die Initiatoren mit. Sie sehen ihre Reihe als "Gesamtspektakel", das dazu führen soll, dass es noch öfter Live-Musik gibt. Ansprechen soll die Reihe alle Generationen gleichermaßen. Am kommenden Mittwoch, 24. Januar, wird die Idee zum ersten Mal Gestalt annehmen. Im Gutmann treten ab 20 Uhr zwei Bands auf, die sich dem Bluesrock verschrieben haben.

The Shadow Lizzards aus Nürnberg werden als junges Powertrio angekündigt, das wilde, ungezügelte Rockmusik auf all jene loslasse, die damit umzugehen wüssten. Von Fans werde die Band als eine Mischung aus Jimi Hendrix und The Doors beschrieben: Die Nürnberger lassen den Veranstaltern zufolge "dreckig knarzende Sounds" auf die Menge los.

In der ersten Slow River Session dabei ist außerdem die Eichstätter Band Reynard and the Raven. "Wenn Söhne die Lieblingsbands ihrer Väter zu ihren eigenen Idolen machen, kann so einiges passieren", heißt es in der Ankündigung. "Im beschaulichen Eichstätt ist es seit gut zwei Jahren durchaus möglich, dass man in einer der Studentenkneipen seinem eigenen Vater über den Weg läuft, wenn Reynard and the Raven dort spielen." Reynard and the Raven schafften einen Sound, der die einen an die Musik ihrer Jugend erinnere und den anderen zeige, dass Bluesrock noch immer aktuell ist.

Der Eintritt kostet fünf Euro. Einlass ist ab 19 Uhr.