Steingriff

Mit Druckluft gegen den Mief ankämpfen

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06.05.2015 | Stand 02.12.2020, 21:20 Uhr

Steingriff (SZ) „Die Lösung des Problems steht unmittelbar bevor“, verkündet Karlheinz Stephan. Damit spricht der Schrobenhausener Bürgermeister von einem Thema, das die Steingriffer Bürger seit Jahren beschäftigt: „Es stinkt in Steingriff“, weiß auch Stephan.

Was da so stinke, sei Schwefelwasserstoff, ein nicht ganz ungiftiges Gas, das in den Konzentrationen, in denen es aus dem Kanal komme, „zwar nicht unbedingt gesundheitsschädlich, aber natürlich mehr als lästig“ sei. Nun soll die Errichtung eines neuen Pumpwerks mit Druckluftspülstation in Sandizell Abhilfe schaffen. „Damit können die Abwässer mit Hochdruck auf die Strecke durch die Stadt bis zur Kläranlage geschickt werden.“ Denn der Grund allen Übels sei, dass das Abwasser bei normalem Gefälle sehr langsam fließe und Gärgase entsprechend Zeit haben, sich zu verbreiten. Die Baukosten werden – ohne Grunderwerb – auf 920 000 Euro geschätzt.

Der Baubeginn ist für Juni, die Fertigstellung des Pumpwerks für Dezember dieses Jahres anvisiert. „Bis zum Umbau arbeiten die Stadtwerke weiter mit dem bereits seit Jahren eingesetzten Provisorium, dem Flockungsmittel“, erklärt Stephan.