Lichterglanz beim Konzert

Darbietung in der Hilpoltsteiner Stadtpfarrkirche überrascht mit "Tropical Weihnacht"

02.12.2019 | Stand 02.12.2020, 12:29 Uhr
Ute Matern
Der Hilpoltsteiner Grundschulchor, erfreulich stark an der Zahl, und der Kolpingfamilienchor "Kofamcho" brachten gemeinsam das afrikanisch inspirierte "Hambanikale" zu Gehör −Foto: Ute Matern

Hilpoltstein - Zum alljährlichen Adventskonzert in der Stadtpfarrkirche Hilpoltstein hat Kaplan Korbinian Müller die vielen Zuhörer auf die besondere vorweihnachtliche Musik eingestimmt, die den Menschen mehr als jede andere Musik berühre und mannigfaltig davon künde, dass "Gott Mensch werde".

Der Hilpoltsteiner Grundschulchor, erfreulich stark an der Zahl, und der Kolpingfamilienchor Kofamcho brachten gemeinsam das afrikanisch inspirierte "Hambanikale" zu Gehör. Im unbeleuchteten Chorraum mit elektrischen Kerzen in den Händen, nur die Gesichter angestrahlt, erscholl danach lautstark und inbrünstig aus Kindermündern ein fröhliches "Let It Shine", lasst es ein, das Licht, in "The Little Light Of Mine", unterstützt ebenfalls vom Kolpingchor.


Gar nicht groß und mächtig, eher sehr zart registriert, spielte Christiane Hummel ein einschmeichelndes Pastorale, ein Hirtenstück, von Giuseppe Troncavelli an der Orgel. Die Geschichte vom kleinen Tommi, dem kein Geschenk zu Weihnachten groß genug sein konnte, las Franka Elsbett-Klumpers zur weihnachtlichen Einstimmung. Sie las ebenso ein eindrucksvolles Gedicht ihrer Großmutter Lieselotte Elsbett, das mit "Advent" überschrieben war und einen kleinen Eindruck davon gab, wie sich Menschen früher ohne Hektik und Kaufrausch in dieser vorweihnachtlichen Zeit besinnen konnten.

 

Etwas Besonderes hatte das Percussion-Ensemble der Musikschule Hilpoltstein vorbereitet, ein flottes Weihnachtslieder-Medley auf zwei Marimbaphonen, Congas, Xylophon, mit Schlagzeug und diverser Percussion, das nicht nur "Tropical Weihnacht" hieß, sondern auch nach Karibik klang.

In die volkstümliche Welt des einfachen Mannes führten die "Hip'rer Hundsgrübbl" mit dem Hirtenlied "Auf, auf, ihr lieben Schäfer" und "Gäih Hans, pack dei Päckla zamm". Die Instrumente litten etwas unter der Kälte, was ebenfalls Jonathan Fiegl mit der noch diffizileren Zither zu spüren bekam. Den anspruchsvollen Umspielungen in der "Tocatta" von Alessandro Piccinini (von Fiegl selbst für Zither transkribiert) zu folgen, war nicht einfach. Etwas robuster gesetzt und deshalb auch deutlicher zu erlauschen waren die Variationen zu "Es wird scho glei dumpa", komponiert von Robert Resch.

Vom dänischen Organisten und Komponisten Otto Malling stammte das Orgelstück "Bethlehem", das nach eher zögerlichem Anfang mit teilweise fast orientalisch wirkenden Klängen in einem strahlenden Register mit dem Thema von "Stille Nacht" endete.

Bürgermeister Markus Mahl bedankte sich in seinem Schlusswort bei allen Beteiligten, dass sie ihren Zuhörern in der voll besetzten Kirche eine "Stunde der Ruhe" geschenkt hätten und stellte noch einmal alle Mitwirkenden vor. Da ihm die Chancengleichheit der Schülerinnen und Schüler sehr am Herzen liege, geht der Spendenerlös dieser adventlichen Stunde an die ehrenamtliche Hausaufgabenbetreuung für förderbedürftige Kinder. Nach dem gemeinsam gesungenen Schlusslied "Leise rieselt der Schnee" zog es so manchen Besucher auf den Hilpoltsteiner Weihnachtsmarkt.

Ute Matern