Ingolstadt

Lichtblick in der Dauerparker-Debatte

Fürs Ärztehaus beim Westpark sollen rund 40 neue Stellplätze beantragt werden

15.02.2013 | Stand 03.12.2020, 0:29 Uhr

Auf den ersten Blick scheinen rund um den Westpark genügend Parkplätze vorhanden zu sein. Weil das Problem der Dauerparker aber weiter schwelt, hatte das Management des Einkaufszentrums im Januar eine Aufschreibaktion gestartet, ohne jedoch Abschleppaufträge zu erteilen. - Foto: Strisch

Ingolstadt (DK) Das ständige Geplänkel um Langzeitparker auf den Stellflächen rund um den Westpark könnte im Laufe des Jahres ein wenig entschärft werden. Unternehmer Heinz Spörer bemüht sich um weitere Parkplätze an seinem Ärztehaus beim Audi-Ring. Ein Ingenieurbüro hat bereits einen entsprechenden Auftrag.

Im vergangenen Sommer waren die Wellen hochgeschlagen, als der Möbelmarkt Roller auf der Westseite des großen Einkaufsareals erstmals Fremdparker von seinen Stellplätzen abschleppen ließ (DK berichtete). Die Problematik, die sich seit Jahren verschärft hat: Viele Angestellte aus den Großmärkten reihum, aber auch aus den Arztpraxen in Spörers Medi-IN-Center, suchen sich für ihre Dienstzeit Parkplätze abseits ihres Arbeitgebers, aber eben noch in bequemer Reichweite – vor den jeweils anderen Geschäften.

Durch die Erweiterung des Einkaufszentrums Westpark wird beständig mehr Verkehr angezogen. Das Problem der Fremdparker hat sich damit trotz eines neuen Parkhauses in Spitzenzeiten noch verschärft. Das Westparkmanagement hatte deshalb im Januar eine Info- und Aufschreibaktion gestartet, bei der stets in der Frühe, also vor Ladenöffnung, die Kennzeichen verdächtiger Autos notiert und Fahrer respektive Fahrerinnen angesprochen wurden.

Abgeschleppt wurde aber niemand, versichert Centermanager Frank Hausschmidt. Er hatte inzwischen in dieser Sache auch ein Gespräch mit Heinz Spörer, um dessen Ärztehaus werktags stets ein reger Parksuchverkehr kreist. Aus dem Treffen habe er die Erkenntnis mitgenommen, dass Spörer nun weitere Parkplätze schaffen wolle, sagte Hausschmidt dem DK.

Der Unternehmer, der in der Region mehrere Sanitätshäuser betreibt, hat diese Information am Freitag auf Anfrage bestätigt. Er habe bereits ein Ingenieurbüro mit entsprechenden Voruntersuchungen für neue Stellflächen beauftragt, so Spörer. Man hoffe bereits im Frühjahr mit einem Bauantrag auf die Stadt zugehen zu können. Grob geschätzt geht es um etwa 40 neue Stellplätze.

Die Stadt hatte während der Diskussion im vergangenen Jahr erklärt, dass man jeden Antrag auf neue Parkplätze beim Westpark „mit aller Sorgfalt“ prüfen werde. Kuriosum allerdings: Als Spörer seinerzeit sein Ärztehaus baute, wurden ihm nach seiner Auskunft die jetzt im zweiten Anlauf erhofften Stellflächen noch von der Baubehörde verweigert.