Fußball - Bezirksliga

Kasing hofft auf Trendwende

Abstiegsbedrohter SVK muss gegen TSV Jetzendorf bestehen - SV Manching beim starken VfB Eichstätt II gefordert

08.04.2022 | Stand 08.04.2022, 18:00 Uhr
Hat mit dem SV Kasing seit neun Spielen keinen Sieg mehr eingefahren: Kapitän Martin Oblinger muss mit seinen Teamkollegen für den Klassenerhalt unbedingt noch Punkte holen. −Foto: Traub

Manching/Kasing - Nachdem witterungsbedingt am vergangenen Wochenende nur zwei Spiele ausgetragen werden konnten, hofft Bezirksspielleiter Wolf-Peter Schulte dieses Mal in der Bezirksliga Oberbayern Nord auf ein volles Programm - nicht, dass er noch mehr Nachholspiele terminieren muss.

Die zuletzt abgesagte Partie zwischen dem ASV Dachau und dem SV Manching ist für Mittwoch, 27. April (19.30 Uhr) angesetzt worden. An diesem Samstag (15 Uhr) ist das Team um Trainer Florian Stegmeier beim VfB Eichstätt II zu Gast. Am Sonntag (15.30 Uhr) fordert der abstiegsbedrohte SV Kasing den Zweitplatzierten TSV Jetzendorf heraus.

VfB Eichstätt II - SV Manching (Samstag, 15 Uhr): Die Kampfansage kommt aus der Domstadt. "Wir haben uns vorgenommen, die Saison vor den Manchingern zu beenden. Logisch, dass wir uns deshalb als Ziel auch drei Punkte setzen", sagt Torwart und Spielertrainer Max Dörfler, der sich auf ein spannendes Spiel freut. "Ein Derby ist immer eine zusätzliche Motivation für jeden Spieler. Unsere letzten Aufeinandertreffen waren stets hart umkämpft, auch wenn es die Ergebnisse letztendlich nicht ausgesagt haben. Aber wir sind uns auf Augenhöhe begegnet", so Dörfler weiter. Für den 30-Jährigen zählt der SVM "zu den stärksten Mannschaften der Liga. " Warum es nicht für eine bessere Platzierung reicht, vermag der gebürtige Kasinger aus der Ferne nicht zu beurteilen. Mit 32 Punkten aus 20 Spielen liegen die Grünhemden nur auf dem fünften Tabellenplatz. Die Eichstätter Regionalliga-Reserve liegt mit sechs Zählern Vorsprung, aber auch zwei mehr absolvierten Partien, auf Rang vier. Zuletzt fuhr der VfB II drei Siege in Serie ein. "Die positive Entwicklung der Eichstätter ist mir natürlich aufgefallen. Sie spielen durch die Bank einen kompakten und guten Fußball", sagt Florian Stegmeier. Der SVM-Trainer hatte nach der Spielabsage am vergangenen Samstag kurzfristig überlegt, eine zusätzliche Trainingseinheit anzusetzen, seinen Akteuren dann aber doch freigegeben. Es war eine gute Entscheidung, wie sich unter der Woche herausstellte. "Denn entsprechend war die Stimmung im Training", so Stegmeier, der mit seinem Team - nach der 2:4-Niederlage im Hinspiel - Wiedergutmachung anstrebt. Er sagt: "Es wird bestimmt wieder eine heiße Partie. Wenn wir einigermaßen oben dranbleiben wollen, dann ist ein Sieg Pflicht. Denn wir wollen auf keinen Fall in die Situation geraten, dass wir den Blick auch noch einmal nach hinten richten müssen. " Verzichten muss der Manchinger Übungsleiter neben dem rotgesperrten Johann Rybalko weiter auf Jonas Prawda, der sich im ersten Spiel nach dem Start in die Restrunde schwer verletzt hat. Wie Stegmeier berichtet, hat sich der 24-jährige Abwehrspieler die Außenbänder im Sprunggelenk gerissen und wird wohl bis zum Saisonende ausfallen.

SV Kasing - TSV Jetzendorf (Sonntag, 15.30 Uhr): "Gute Besserung und schnelle Genesung" schrieb der VfB Eichstätt II am vergangenen Sonntagabend in den Sozialen Medien. Die Botschaft war an Kasings Angreifer Patrick Palfy gerichtet, der sich in der 51. Minute das Knie verdreht hatte und mit dem Krankenwagen abtransportiert werden musste. Der Schock stand also nicht nur den Schützlingen um Trainer Fabian Reichenberger ins Gesicht geschrieben, sondern auch die Spielern aus der Domstadt hatte die offensichtlich schwere Verletzung des 27-Jährigen, der in der Saison 2012/13 sein Glück in Eichstätt (u. a. 14 Bayernliga-Einsätze) versucht hatte, stark mitgenommen. Inzwischen steht die erste Diagnose fest, und die Befürchtungen haben sich bewahrheitet. Palfy wird im Saisonendspurt ausfallen. "Er hat sich einen Teilriss des vorderen Kreuzbandes zugezogen", berichtet Reichenberger, der mit seiner Mannschaft in den verbleibenden sieben Spielen zum Punkten verdammt ist. Trotz der prekären Situation glauben die Rothemden weiter an sich und den Klassenerhalt, der realistisch betrachtet mittlerweile aber wohl nur noch über die Relegation zu schaffen ist. "Keiner lässt sich hängen. Charakter, Motivation und Einstellung passen nach wie vor. Von Resignation ist überhaupt nichts zu spüren", sagt der Kasinger Spielertrainer nach zuletzt neun Partien ohne Sieg und ergänzt: "Wir hoffen, schnellstmöglich die Trendwende zu schaffen, und wollen auch gegen Jetzendorf das Bestmöglichste herausholen, zumal wir zuhause auf die Unterstützung unserer treuen Fans bauen. " Der TSV Jetzendorf liegt allerdings mit fünf Punkten Vorsprung vor der SpVgg Feldmoching auf dem zweiten Tabellenplatz und strebt die Rückkehr in die Landesliga Südwest an . Die Jetzendorfer um Elf-Tore-Mann Maximilian Kreitmair sind mit drei Siegen aus drei Partien optimal in die Restrunde gestartet - allerdings hatten sie es ausschließlich mit Kellerkindern zu tun. Zuletzt wurde das Schlusslicht FC Alte Haide-DSC München mit 4:2 besiegt.

DK

Norbert Dengler