Walting

Hohe Ehre für Gemeinderäte

Urkunden für Liepold und Drieger - Noch kein Beschluss über Hochfrequenzanlage in Walting

20.05.2021 | Stand 24.05.2021, 3:33 Uhr
Hans-Peter Gabler
Angelika Liepold und Helmut Drieger wurden vom bayerischen Innenministerium für ihre Verdienste in der Gemeinde im Rahmen einer Gemeinderatssitzung geehrt (von rechts): Bürgermeister Roland Schermer, Angelika Liepold, Helmut Drieger und der Zweite Bürgermeister Robert Herzner. −Foto: Gabler

Walting - Eine Ehrung des Bayerischen Innenministeriums stand im Mittelpunkt der jüngsten Gemeinderatssitzung in Walting.

Die Gemeinderätin Angelika Liepold (FW) und der langjährige Gemeinderat und Zweite Bürgermeister Helmut Drieger (CSU) wurden für ihr verdienstvolles Wirken in der Gemeinde ausgezeichnet. Bürgermeister Roland Schermer (CSU) verlas die vom Minister Joachim Herrmann unterzeichnete Urkunde und überreichte sie den Geehrten mit einem Präsent der Gemeinde. Da auch in diesem Jahr kein Neujahrsempfang zur Ehrung für verdiente Personen der Gemeinde stattfinden kann, nutzte Schermer den würdigen Rahmen einer Gemeinderatssitzung für diese Auszeichnung.

Schermer informierte das Gremium über einen Brief eines Kommunikationsanbieters im Auftrag von Vodafone. Es geht um die Errichtung einer Hochfrequenzanlage in Walting. Die Gemeinde hat nun acht Wochen Zeit, sich dazu zu äußern. "Wenn diese Frist verstreicht, wird der Anbieter direkt an private Grundstückseigentümer herangehen", informierte Schermer. Mit einem Suchkreis wurden weiße Flecken ausgewählt und die Gemeinden angesprochen, um das Mobilfunknetz zu verbessern. Vorerst ausgewählte Objekte haben aber nicht unbedingt eine Sicherheit auf einen Bau. Gemeinderat Robert Wittmann (FW) wollte das Gebäude des Kindergartens grundsätzlich ausschließen auf Grund der bekannten Strahlenbelastung. "Sollten öffentliche Gebäude ausgewählt werden, kann nichts ohne die Zustimmung der Gemeindevertreter erfolgen", sagten einige Räte. Und auf private Grundstücke gäbe es keinen Zugriff. Die Räte waren der Meinung, zuerst einmal abzuwarten und dann tätig zu werden, wenn konkrete Daten vorliegen. "Ein Ausschlussverfahren kann gefährlich werden, denn dann würde man ja automatisch allen anderen Gebäuden zustimmen", gibt Schermer zu bedenken. "Man kennt auch noch keine Standorte, also kann man auch noch nichts dazu entscheiden", so Gemeinderat Robert Herzner (CSU). Ohne einen Beschluss zu fassen, einigte sich das Rätegremium darauf, zuerst einmal abzuwarten, bis jemand auf die Gemeinde zukommt.

Drei Bauanträgen im Gemeindebereich Walting wurde einstimmig das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Die Errichtung eines Einfamilienhauses mit Garage, ein Anbau an ein bestehendes Wohngebäude und der Neubau eines Einfamilienhauses mit einer Praxis für Psychotherapie.

EK

Hans-Peter Gabler