Eichstätt

Gruseliges "Küss die Hand"

24.08.2010 | Stand 03.12.2020, 3:45 Uhr

Proben eifrig für den "Sandlerkönig" und präsentieren sich fürs gruselige Foto auf dem Eichstätter Westenfriedhof: von links Josef Adametz, Laura Cau, Stefan Straßer, Georg Heberl und Michaela König vom MuT e. V. - Foto: eha

Eichstätt (EK) Am Samstag beginnt der Vorverkauf für das neue Projekt des Eichstätter MuT e. V. Tote Adelige, schrille Amerikaner und resolute Österreicher mischen sich beim Gaudi-Grusical "Der Sandlerkönig”.

Wen der Titel an die Erste Allgemeine Verunsicherung erinnert, der liegt ganz richtig: Musikalisch dreht sich alles um die größten Hits der EAV.

Wer derzeit bei den Proben des Eichstätter MuT e. V. lauschen würde, würde sich wundern: Statt gepflegtem Eichstätterisch sind die Dialekte und Akzente diesmal aus einer ganz anderen Ecke. Österreichischer und heftiger amerikanischer Akzent prallen beim "Sandlerkönig" aufeinander, der am 15. Oktober im Wirthaus zum Gutmann Premiere feiert.

Gespenst Eberhard

Gemeinsam schicken Hans-Peter Schneider, Melanie Arzenheimer und Markus Schmidt, die zusammen das Stück verfasst haben und auch Regie führen, die Zuschauer diesmal in die Steiermark. Dort fristet im Schloss Karpfenstein das Gespenst Eberhard (Stefan Straßer) sein Dasein, das zu Lebzeiten, nachdem er von seiner eigenen adeligen Familie verstoßen wurde, als Landstreicher und damit auf österreichisch als Sandler herumstreunte.

Geisteridyll e

Eberhard ist zwar chronisch ungruselig, singt dafür aber umso lieber und hat vor seinen Landsleuten eigentlich Ruhe. Dann aber kauft eine Truppe Amerikaner (Georg Heberl, Michaela König und Laura Cau) das Schloss und stellt die beschauliche österreichische Geisteridylle ordentlich auf den Kopf. Dabei mischen noch ein Schlager-Superstar (Thorsten Heinz), die Schloss-Putzfrau (Veronika Hallmeier), ein französischer Berufsversteher (Hans-Peter Schneider), ein ukrainisches Austauschgespenst (Fabian Fürbacher) und – natürlich – der Tod (Josef Adametz) mit.

Was sich dabei auf der Bühne abspielt, wird in die beliebtesten Hits der Ersten Allgemeinen Verunsicherung eingebettet, die Klaus Kopischke als musikalischer Leiter und Produzent Michael Simon ausgewählt haben – und bei legendären EAV-Klassikern wie "Märchenprinz", "Heiße Nächte in Palermo", "Küss die Hand", "Banküberfall" oder "An der Copacabana" ist Mitsingen auch ausdrücklich erwünscht. Musikalisch unterstützt werden die Schauspieler von der MuT-Band mit Sängerin Eva Bauer und auf der Bühne von den Tänzerinnen Daniela Branner und Meggi Guziak. Die Gutmannbühne selbst wird vom Technik- und Bühnenbauteam rund um Ralph Wein natürlich stilecht in ein Schloss verwandelt. Zu sehen ist der Sandlerkönig nach der Premiere noch am 16., 22., 23., 29. und 31. Oktober sowie am 4. und 5. November jeweils um 20 Uhr im Gutmann. Der Vorverkauf beginnt am Samstag, 28. August, um 9 Uhr auf dem Eichstätter Marktplatz. Eventuelle Restkarten sind ab dem 30. August in der Geschäftsstelle des EICHSTÄTTER KURIER oder unter www.mut-ev.de erhältlich.