Roth

Eine unverzichtbarer Partner

Seit fünf Jahren gibt es das Rother Inklusionsnetzwerk

27.02.2019 | Stand 02.12.2020, 14:33 Uhr

Roth (rsc) Das Rother Inklusionsnetzwerk (Rhink) existiert seit fünf Jahren.

In dieser Zeit hat es seine Aktivitäten für bessere Barrierefreiheit und Teilhabe von Menschen mit Behinderung regelmäßig ausgeweitet. Mittlerweile haben Vereinschef Paul Rösch und seine Mitstreiter 32 Bauprojekte in zwölf Landkreisgemeinden betreut.

Dabei sind stets bereits in der Planungsphase die Bedürfnisse für Zugang und Orientierung von Menschen mit Behinderung erfolgreich eingebracht worden. "Die Entwicklungen 2018 aber waren ein echter Quantensprung für den Verein", sagte Paul Rösch während der Jahresversammlung.

Mit der "Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung" (EUTB) und dem eigenen Projekt "Wegweiser" sind bei Rhink neue Strukturen entstanden. Sozialpädagogin Janet Meyer kümmert sich als hauptamtliche Mitarbeiterin um Ratsuchende. Außerdem sammelt sie Daten über die Barrierefreiheit wichtiger Versorgungseinrichtungen in den Landkreisgemeinden. Daraus soll bis Ende 2020 eine Broschüre entstehen, die Menschen mit Behinderung in die Lage versetzt, selbst einzuschätzen, wo für sie Zugänglichkeit gewährleistet ist. Das Rhink-Beratungsangebot ist seit August von 104 Frauen und Männern mit Behinderung oder ihren Angehörigen aus dem gesamten Landkreis wahrgenommen worden. Das besondere dabei ist, dass die Beratung dezentral in den Gemeinden von eigens geschulten ehrenamtlichen Mitarbeitern geleistet wird, die in der Regel ebenfalls mit einer Behinderung leben.

"Sie können auf Augenhöhe mit den Ratsuchenden sprechen", sagt Janet Meyer, die mittlerweile eine Gruppe von 15 Lotsen aufgebaut hat. Am häufigsten gaben sie Auskunft über Fragen zu den Themen Wohnen, Gesundheit, Mobilität und Schwerbehindertenausweis. Janet Meyer betonte auch die gute Zusammenarbeit mit anderen Beratungsstellen. "Das Netzwerk im Landkreis Roth funktioniert", erklärte sie.

Vernetzungen zu schaffen und zu pflegen, das sieht Rhink insgesamt als eine seiner Hauptaufgaben an. 2018 ist das selbst auf mittelfränkischer Ebene gelungen. Paul Rösch wurde als Besitzer des neu gegründeten Behindertenrats des Bezirks Mittelfranken gewählt und will als solcher vor allem die Sichtweise des ländlichen Raums in die Arbeit des Gremiums einbringen. Ferner wirkt Rhink am Runden Tisch Schwabach, beim Landkreisausschuss Inklusion, dem Barrierefreien Seenland sowie den Seniorenbeiratssitzungen mit. In den Gemeinderäten Rednitzhembachs und Kammersteins konnte Rhink seine Arbeit ausführlich vorstellen. Kontakte zu Allersberg, Spalt und Heideck wurden angebahnt. Außerdem hat man Gemeinden bei der Erstellung der jeweiligen Sozialraumanalyse unterstützt.

Als besonderes Highlight für das laufende Jahr ist es Rhink gelungen, "Sportissimo" nach Roth zu holen. Das inklusive Sportfest der Evangelischen Jugend Bayerns wird am 13. Juli auf dem Sportgelände der TSG 08 Roth stattfinden. TSG-Chef und Stadtratsmitglied Andreas Buckreus (SPD) versicherte, mit seinem Team "Vorbereitungen für einen optimalen Verlauf der Veranstaltung" zu treffen. Er danke Rhink für seine wertvolle Hilfe auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft, sagte Roths stellvertretender Bürgermeister Hans Raithel (SPD). "Das ist gar nicht hoch genug einzuschätzen. "