Ingolstadt
Eine Tennisabteilung "explodiert"

Trotz Corona: Bei der DJK Ingolstadt spielen inzwischen rund 250 Aktive - Rekordzuwachs im Jahr 2020

23.03.2021 | Stand 21.05.2021, 3:35 Uhr |
Das Training auf den Freiplätzen hat begonnen: Auch der Tennis-Nachwuchs der DJK Ingolstadt ist schon wieder fleißig. −Foto: privat

Ingolstadt - Eine "Notbremse", wie sie von der Bayerischen Staatsregierung im Rahmen der nun wieder verschäften Corona-Maßnahmen angekündigt wurde, passt bei den Tennisspielern der DJK Ingolstadt derzeit gar nicht in die Entwicklung.

Schließlich ist die Abteilung im aufgrund der Pandemie gewiss nicht einfachen Jahr 2020 auf immerhin fast 250 Mitglieder angewachsen. "In Bayern hatte im vergangenen Jahr kein Verein eine solch hohe Zuwachsrate", verkündet der Sportliche Leiter Florian Rindlbacher mit nachvollziehbarem Stolz. "Die Leute brennen darauf, dass sie wieder auf die Plätze können. "

Vor knapp zwei Jahren hatte die Mitgliederzahl noch bei 47 gelegen. Aktionen wie Schleiferlturniere, einen Tag der offenen Tür oder eine Ballschule für die Kleinsten ließen die Abteilung nun "explodieren", wie Rindlbacher es nennt. Die Hoffnung, bei nun langsam besser werdendem Wetter endlich wieder auf die Freiplätze zu gehen, ist dementsprechend spürbar. "Die Leute freuen sich darauf, dass sie sich wieder bewegen und ihrem Sport nachgehen können", sagt der DJK-Trainer. Doch geht das unter den nun verschärften Regeln überhaupt?

Derzeit pendelt der Inzidenzwert in Ingolstadt um die 100er-Marke, lag bislang aber nur am vergangenen Montag (102,6) einmal darüber. Entsprechend mag auch die DJK - unter Beachtung der Hygieneregeln - weiterhin ein Angebot machen. Tennis sei schon durch die natürlich vorgegeben Abstände "eine der sichersten Sportarten überhaupt", ist sich Rindlbacher sicher. Steigt die Inzidenz dauerhaft über 100, wäre gemäß dem von der Politik als Notbremse verkündeten Plan, Sport aber nur noch mit Angehörigen des eigenen Haushaltes plus einer weiteren Person zulässig.

Rindlbacher hofft natürlich, dass es nicht so weit kommt, stellt sich aber auf kleinere Trainingsgruppen ein. "Wir haben Anfang März noch mit zehn Spielern auf den Plätzen trainiert, jetzt gibt es eben wieder Kleingruppen. Ich rechne damit, dass ab kommender Woche noch zwei Spieler pro Feld erlaubt sind. Aber auch dann werden wir etwas anbieten", kündigt der Trainer an.

Es erscheint nur konsequent, dass Rindlbacher auch in Bezug auf die Sommersaison optimistisch ist. "Der Saisonstart wurde ja bereits um einen Monat nach hinten verschoben. Wir starten zum Beispiel jetzt erst am 3. Juni. Ich gehe davon aus, dass wir dann eine nahezu normale Runde spielen können", sagt er. Er weiß eine stattliche Anzahl an Mitgliedern hinter sich, die sicher nichts dagegen hätten.

nor