Sotschi

Eine Ferienanlage für die Athleten

Das deutsche Haus in Sotschi liegt direkt am Meer

06.02.2014 | Stand 02.12.2020, 23:06 Uhr

Die Unterkunft: In diesem Haus wohnen die deutschen Sportler in Sotschi - Foto: Bartenschlager

Sotschi (DK) Das olympische Dorf in Sotschi mit den Unterkünften für die Athleten gleicht einer Ferienanlage. Das dürfte auch die zukünftige Nutzung sein. Sogar ein Swimmingpool ist vorhanden. Der ist allerdings leer.

Grünflächen und breite Straßen prägen das Bild. Das Haus für die deutschen Sportler ist leicht zu erkennen: schwarz-rot-gelbe Fahnen schmücken es. An den Türen hängt ein Hinweisschild auf Deutsch. Es warnt vor Rutschgefahr bei Nässe. In den angrenzenden Häusern sind die Sportler aus Österreich und der Schweiz untergebracht. Das Dorf liegt direkt am Meer, nur ein Zaun trennt die Anlage vom Strand. Aber das scheint verschmerzbar. Fürs Baden ist es dann doch zu kalt und zum Sonnen gibt es andere Gelegenheiten.

„Wir haben’s gut getroffen“, sagt Olav Spahl, der „Deputy Chief“ für den Bereich „Costal Village“. Er koordiniert das Mannschaftsbüro und die Teilmannschaften vor Ort und ist für die Abläufe, das Training und die Wettkämpfe zuständig.

„Das Dorf war fertig, als wir eingezogen sind“, sagt er. Ein großes Plus. Bei früheren Spielen hätten sich die Arbeiten an der Unterkunft oft noch bis zur letzten Minute hingezogen. „Die Teilnehmer sind begeistert, weil sie so schnell bei den Wettkampfstätten sind“, erklärt Spahl weiter. Die Büros des Deutschen Olympischen Sportbundes sind großzügig, hell und technisch gut ausgestattet. Internetzugang auch in den Sportlerzimmern ist kein Thema. Noch in Peking und in Turin habe man auf die Frage nach Internet nur Kopfschütteln geerntet, erinnert sich Pressesprecher Stefan Volknant. Patrizia Wittich ist unter anderem für den Fuhrpark zuständig. Es gibt einige Autos, um in die Stadt oder zum Flughafen zu kommen und Fahrräder. „Für die Sportstätten.“ Das sei recht bequem.

Und wenn den Sportlern in den Zimmern die Decke auf den Kopf fällt, kein Problem. Es ist gut für sie gesorgt. Es gibt Entspannungsräume, Verpflegungsräume und eine üppig ausgestattete Spielhalle. Wer da etwa beim Eishockey nicht ganz so erfolgreich war, kann dann sein Glück am PC mit dem entsprechenden Programm versuchen.