Kottingwörth

Der Fasan soll wieder heimisch werden

Kottingwörther Jagdgenossen unterstützen das Projekt des Jagdpächters Norbert Friedrich

08.11.2021 | Stand 13.11.2021, 3:34 Uhr
Norbert Friedrich (Mitte) hat ein Fasanen-Aufzuchtprojekt initiiert. Die Kottingwörther Jagdgenossen finden dieses Engagement des Jagdpächters sehr löblich, weshalb sie ihn mit einer Zuwendung unterstützen. Diese wurde übergeben durch den Vorsitzenden Josef Schneider (rechts) und den Kassier Christoph Baumeister (links). −Foto: F. Rieger

Kottingwörth - Der Fasan soll in der Region wieder heimisch werden. Dieses große Ziel hat sich Norbert Friedrich auf die Fahne geschrieben (wir berichteten). Im inzwischen dritten Jahr bereitet er bei Kottingwörth in einem Eingewöhnungsgehege Fasane auf das Leben in freier Natur vor. Die örtlichen Jagdgenossen finden dieses Engagement ausgesprochen löblich, weshalb sie dem Jagdpächter nun eine finanzielle Unterstützung zukommen lassen haben.

Es ist kein leichtes Unterfangen, wie Friedrich beim Ortstermin mit unserer Zeitung berichtet. Und von heute auf morgen wird es nicht funktionieren, dessen habe man sich von Anfang an bewusst sein müssen. Die Fasane müssten sich erst wieder an ein Leben im weiteren Umkreis von Kottingwörth anpassen. "Das wird ein paar Generationen dauern", so der Jäger. Ist das aber erst einmal geschafft, so werde damit eine (Wieder-)Bereicherung der natürlichen Vielfalt in unserer Region erreicht sein.

Auf einem 400 Quadratmeter großen Areal bei der Kottingwörthermühle dürfen die Fasane heranwachsen. Dass er diese Fläche kostenlos nutzen darf, dafür spricht Friedrich der Firma Regnath/der Familie Peter seinen Dank aus. "Sonst wäre das alles nicht möglich."

Etwa 600 Kleinvögel hat er seit Beginn des Projekts in das Freiluftgehege eingebracht. Und wenn sie die entsprechende Größe erreicht haben, dann geht es für sie hinaus in die Freiheit. So einfach, wie das auf dem Papier klingt, ist es in der Realität dann aber nicht. Habichte und Wanderfalken seien beispielsweise eine große Gefahr für die Fasane. Doch das Projekt zeigt erste Erfolge. Immer wieder bekomme er Rückmeldungen zu Fasanen-Sichtungen - aus Kottingwörth, aber auch aus umliegenden Bereichen wie Leising, Grögling oder Eglofsdorf, berichtet der Waidmann. Das Ziel sei, Schritt für Schritt wieder einen stabilen Bestand an Fasanen in der Region aufzubauen - und zwar nicht, um diesen dann sofort bejagen zu können, sondern um die Tierart hier eben wieder heimisch zu machen, wie der Initiator des Projekts berichtet.

Als sehr löblich wird Friedrichs Engagement von der Jagdgenossenschaft Kottingwörth eingestuft. Schon vor einiger Zeit hatte der damalige Vorsitzende Georg Rieger bei einer Jahresversammlung angeregt, dass man das Fasanen-Projekt mit einer Spende unterstützen sollte. Es war Rieger nicht mehr vergönnt, diese Zuwendung selbst zu übergeben. Aber für die Mitglieder der Jagdgenossen stand bei ihrer Versammlung im Juli dieses Jahres fest, die Idee ihres heuer gestorbenen Vorsitzenden definitiv umsetzen zu wollen. Am Wochenende nun überreichten der im Juli neu gewählte Vorsteher der Jagdgenossen, Josef Schneider, und Kassier Christoph Baumeister einen symbolischen Beleg für eine Spende in Höhe von 250 Euro - um mitzuhelfen, dass der Fasan rund um Kottingwörth wieder heimisch wird.

DK

Fabian Rieger