Eigentlich

Dauerthema Kläranlage

02.01.2015 | Stand 02.12.2020, 21:48 Uhr

Eigentlich sollte sie schon lange laufen, die neue Kläranlage für fast sechs Millionen Euro. Aber die Baustelle ruht, seitdem vor mehr als einem Jahr Risse in den Bodenplatten der Kombinationsbecken festgestellt wurden. Anfang Dezember liegt endlich das lang erwartete Gerichtsgutachten vor, die Ergebnisse werden dem Gemeinderat in einer Sondersitzung vorgestellt.

Demnach gehen die Verformungen und Risse in den Becken auf einen Planungsfehler zurück, der im Verantwortungsbereich der Tragwerksplanung liegt. Laut Gutachten käme die vorgeschlagene Sanierung auf rund 1,5 Millionen Euro plus mindestens 500 000 Euro für weitere Maßnahmen. Dem stehen Kosten von 2,8 Millionen Euro für einen Neubau gegenüber. Angesichts dieser Zahlen und der Risiken, die eine Sanierung bezüglich Dauerhaftigkeit und Leistungsfähigkeit birgt, tendiert der Gemeinderat in einer zweiten Sitzung mehrheitlich zu einem Neubau. Beschlossen ist aber nichts, zunächst müssen noch offene Fragen zum gerichtlichen Gutachten beantwortet werden. Sorgen macht indes auch die alte Kläranlage: Weil die marode Technik auszufallen droht, beschließt der Gemeinderat im Oktober eine Teilinbetriebnahme der neuen Anlage.