Vohburg

"Das wird ein langer Weg"

Der Bundestagsabgeordnete Erich Irlstorfer stellt sich in einer Bürgersprechstunden den Fragen zu PFC

02.08.2018 | Stand 02.12.2020, 15:56 Uhr
PFC-Diskussion: Der Bundestagsabgeordnete Erich Irlstorfer (links) nahm sich am Donnerstag jede Menge Zeit, um sich im Vohburger Rathaus die Sorgen und Nöte der Bürger zum Thema PFC anzuhören. −Foto: Foto: Meßner

Vohburg (DK) Der Bundestagsabgeordnete Erich Irlstorfer (CSU) hat sich Zeit genommen, um sich die Sorgen und Nöte der Bürger in puncto PFC anzuhören. Während der Termin in Manching vor einer Woche gut frequentiert war, kamen gestern ins Vohburger Rathaus nur wenige Bürger. Die Fragen waren aber überall gleich.

Bauwerber erkundigten sich etwa nach der Entsorgung ihres Aushubs. "Den nimmt keine Deponie mehr an", sagt Irlstorfer. Sein Vorschlag lautet: Der Aushub sollte am Flugplatz Manching gelagert werden. Dieser Plan wird laut Irlstorfer gerade von der Bundeswehr geprüft.

Bei dieser Bürgersprechstunden kamen auch Fragen nach den Beprobungsstandorten oder nach möglichen Auswirkungen auf Senioren, die viel Zeit im Garten verbringen und einer erhöhten PFC-Belastung ausgesetzt sein könnten. Auch die Konsequenzen für Tiere, insbesondere Fische, waren ein Thema. "Bei den Bürgern herrscht eine große Verunsicherung", sagt Irlstorfer. Der Abgeordnete erfährt Wut und Enttäuschung. Mancher werfe ihm vor, dass die Politik untätig sei oder gar etwas vertuschen wolle.

Dem tritt er vehement entgegen. "Es will wirklich niemand etwas unter den Teppich kehren", sagt er. Er benennt den Bund klar als Verursacher des Problems und sieht dort auch entsprechend die Pflicht, den Schaden zu beheben.

Ihn treiben vor allem zwei Dinge um. Das eine ist das Gutachten, das bis Ende August vorliegen soll. Es wird die Grundlage für die weitere Vorgehensweise sein. Denn eines ist klar. "Die Ursache des Problems muss so schnell wie möglich beseitigt werden."

Das zweite Thema ist eine mögliche Verjährung zum Ende 2018. Das müsse geprüft werden, fordert er. Sollte das der Fall sein, plädiert er für einen Fonds, der sich um die Spätfolgen kümmert.

Auf allen politischen Ebenen, von Pfaffenhofen über München bis nach Berlin, hat es dazu bereits Gespräche gegeben. Der Abgeordnete erhofft sich auch von der Bundeswehr einmal ein Signal an die Bürger. Das könnte beispielsweise eine Infoveranstaltung auf dem Flugplatzgelände sein, wo sich die Bundeswehr den Fragen der Bürger stellt.

Irlstorfer will diesen Aufarbeitungsprozess "mit Offenheit und Transparenz" vorantreiben, gibt sich aber keiner Illusion hin. "Das wird ein langer Weg."

Markus Meßner