Eichstätt

Continental übernimmt Trebbin

Alteingesessenes Eichstätter Unternehmen geht in Technologiekonzern auf - Keine Einschnitte geplant

18.10.2018 | Stand 02.12.2020, 15:26 Uhr
"Hightech made in Eichstätt": 1945 wurde die Firma Trebbin gegründet. Sie ist spezialisiert auf Maschinenbau und Steuerungstechnik und beliefert überwiegend Kunden aus der Automobilindustrie. 58 Menschen sind hier beschäftigt. −Foto: Knopp

Eichstätt (DK) Der Technologiekonzern Continental übernimmt die Eichstätter Maschinenbaufirma Trebbin. Das teilten beide Unternehmen gestern mit. Die Übernahme werde am 1. November über die Bühne gehen. Für den Eichstätter Betrieb mit seinen knapp 60 Beschäftigten soll sich nichts ändern, wie es weiter heißt. Zum Kaufpreis gibt es keine Angaben.

Die Trebbin GmbH & Co. KG in Eichstätt ist ein Anbieter von kompletten Automatisierungslösungen für den Spezialmaschinenbau. Zudem ist das 1945 gegründete Unternehmen spezialisiert auf Steuerungstechnik, insbesondere in den Bereichen Industrie 4.0, Robotik, Lasertechnologie, Digitalkamera-Bildverarbeitung und Anlagensimulation. "Alle Beschäftigten arbeiten unverändert für das als Continental Trebbin GmbH & Co. KG firmierende Unternehmen am Standort Eichstätt weiter", lassen die Beteiligten in ihrer Mitteilung wissen. Die 58 Mitarbeiter wurden gestern über diesen Schritt informiert.

Eine über 20-jährige "partnerschaftliche und verlässliche Zusammenarbeit" verbinde Continental mit Trebbin und daher sei die Übernahme "ein nächster logischer Schritt". Ziel sei es, das bereits gemeinsam erarbeitete Potenzial des Unternehmens weiter auszubauen. Hierbei werde die komplette Wertschöpfungskette von der Entwicklung bis zum Bau von Sondermaschinen und Anlagen aus einer Hand durch Trebbin zugesichert.

"Gemeinsam mit dem gut ausgebildeten und motivierten Team von Trebbin haben wir die Möglichkeit, neue Fertigungstechnologien, Produktionsanlagen und Prozesse komplett eigenständig zu entwickeln. Ziel ist es, Maschinenstandards zu entwickeln, die regional von unseren anderen Werken weltweit übernommen werden können", sagte Luc Quisthoudt, Leiter Operations des Geschäftsbereichs Fahrerassistenzsysteme bei Continental.

"Ich sehe durch die Eingliederung unseres Unternehmens in Continental die konsequente Weiterentwicklung unseres Innovationspotenzials und technologischen Know-hows. Mein Unternehmen ist damit in guten Händen und hat alle Möglichkeiten einer gestärkten und nachhaltigen Weiterentwicklung für die Zukunft. Die hervorragende Leistung meiner Mitarbeiter bei der Herstellung von Sondermaschinen ,Hightech made in Eichstätt' hat Continental davon überzeugt, dass wir nicht nur als Partner zusammengehören", ergänzte Gerhard Trebbin, bisher Alleininhaber des Unternehmens.

Zu den von Trebbin belieferten Industriezweigen gehören die Automobilindustrie, die Medizintechnik, die Funktechnologie und die Lichttechnik. 2017 entfielen nach Firmenangaben etwa 50 Prozent des Umsatzes auf Geschäfte mit Kunden aus der Automobilindustrie, insbesondere auf Fahrerassistenz-spezifische Produkte.

Continental entwickelt Technologien und Dienste für nachhaltige und vernetzte Mobilität. Das 1871 gegründete Technologieunternehmen erzielte 2017 einen Umsatz von 44 Milliarden Euro und beschäftigt aktuell mehr als 240000 Mitarbeiter in 61 Ländern.

Jürgen Knopp